SV 1919 Prösen                1       :       1                VfB Klettwitz 1913     

Auch das zweite Saisonauswärtsspiel des VfB in der Kreisliga Süd endete mit einer Punkteteilung, doch während dieses Resultat in Reichenhain nach zweimaligem Rückstand als Erfolg gewertet werden konnte, so musste man mit Blick auf den Spielverlauf in Prösen konstatieren, dass die Klettwitzer diesmal wohl zwei Punkte liegen ließen. Auf dem eher tiefen Rasen taten sich beide Mannschaften zunächst erst einmal schwer, ins Spiel zu kommen. Nach gut zehn Minuten übernahmen die Gäste, die verletzungsbedingt auf Stammkeeper Erik Blomberg sowie Marius Konczak verzichten mussten, dann aber die Initiative. Immer wieder wurden im Spiel nach vorn dabei auch gezielt die Flügelspieler eingesetzt, um entsprechend Räume zu öffnen. In der 18. Spielminute führte dieses Mittel schließlich auch zum Erfolg, als eine Eingabe von Paul Fischer in Andreas Münch den idealen Abnehmer fand und der Torjäger das Leder aus etwa fünf Metern im Kasten unterbrachte. Danach verflachte das Geschehen dann aber für kurze Zeit wieder, so dass erst gegen Ende des ersten Abschnitts noch einmal Feuer in die Partie kam. Während Sebastian Schneider und Andreas Münch aufseiten des VfB am reaktionsstarken Prösener Schlussmann scheiterten, so bügelte Florian Wernicke auf der Gegenseite den Stellungsfehler von Michael Noack wieder aus und konnte mit seinem Einsatz den gegnerischen Abschluss effektiv verhindern. Dennoch kamen die Heimischen noch vor der Pause zum Ausgleich, als sie nach einer strittigen Zweikampfsituation im Klettwitzer Strafraum einen Elfmeter zugesprochen bekamen, den Enrico Platz in Minute 38 sicher verwandelte. Für den zweiten Durchgang hatten sich die Lila-Weißen dann viel vorgenommen, wollten vor allem mit flüssigem Kombinationsspiel überzeugen und hatten sogleich starke Anfangsminuten. Doch weder Franz Lehnigk noch Andy Münch oder Michael Noack waren in der Lage, ihre durchaus veritablen Möglichkeiten zum 1:2 zu nutzen. So kam wieder zunehmend Hektik in die Partie, was unter anderem dazu führte, dass die Klettwitzer ihre spielerische Linie allmählich verloren. Das Spiel über die Außen kam nun überhaupt nicht mehr wie gewünscht zum Tragen und im Zentrum wurde es vermehrt zu eng. Selbst als die Gastgeber aufgrund eines Feldverweises die letzten zwanzig Minuten in Unterzahl agieren mussten, entwickelten die Lila-Weißen trotz drückender Überlegenheit einfach kein wirksames Konzept mehr, den Gegner noch in die Knie zu zwingen, so dass man sich am Ende mit einem Remis begnügen musste.

VfB: M. Miersch – F. Wernicke, M. Noack, A. Krahl – A. Lehnigk (46. M. Kromer) – P. Fischer, M. Woznica (62. M. Wurth), F. Lehnigk, T. Piatkowski – S. Schneider, A. Münch

     VfB Klettwitz 1913         5       :       0         SV Lokomotive Uebigau    

Das 2:0 im Video

Das 4:0 im Video

Mit etwas mehr Gegenwehr des Gästeteams hatten die Lila-Weißen am vergangenen Sonntag freilich schon gerechnet, schließlich war die Lok-Elf nur eine Woche zuvor in Reichenhain noch mit 4:2 erfolgreich gewesen. Allerdings wurden die Klettwitzer im Laufe der einseitigen Partie nur höchst selten einmal ernsthaft gefordert. Dabei lief auch bei den Heimischen, die im Vergleich zum SFC-Spiel wiederum in leicht veränderter taktischer Grundordnung agierten, längst nicht alles rund, auch wenn das Team von Trainer René Rohr bereits früh in Führung lag. Marcel Kromer war in der 10. Minute der Passgeber für Andreas Münch, doch schien der Abschluss des Torjägers gänzlich unplatziert und somit nicht einmal ansatzweise erfolgversprechend zu sein. Dass das Spielgerät dennoch den Weg über die Torlinie fand, verdanken die Klettwitzer wohl einzig einem kapitalen Bock des Uebigauer Schlussmannes, dem die Kugel buchstäblich durch die Hände flutschte. In der Folge waren die Lila-Weißen zwar spielbestimmend, allerdings ohne dabei die ganz große Torgefahr auszustrahlen. Erst nach einer halben Stunde konnten die Klettwitzer auf 2:0 erhöhen, bezeichnenderweise nach einer Standardsituation und erneut mit der nötigen Portion Glück. Franz Lehnigk hatte sich kurzerhand entschlossen, einen Eckball mal kurz auszuführen und so den mit aufgerückten Außenverteidiger Alexander Krahl ins Spiel zu bringen, der das Leder dann mit Schnitt vor den gegnerischen Kasten befördern sollte. Letztlich bleibt es ein Rätsel, ob die anschließende Aktion als Flanke oder Torschuss gedacht war, in jedem Fall fand das krumme Ding mithilfe des Keepers sowie der Unterkante der Torlatte den Weg ins Netz und der Torschütze konnte sich beim Jubel ein verschmitztes Grinsen nicht verkneifen. Gegen Ende von Hälfte eins kam dann unnötigerweise etwas Unruhe ins VfB-Spiel und die Gäste hatten in den Schlusssekunden ihre beste Aktion, doch Marius Konczak konnte mit starkem Einsatz im allerletzten Moment den gegnerischen Abschluss so gerade noch verhindern. Zu Beginn der zweiten Hälfte hätten die Klettwitzer schon frühzeitig alles klar machen müssen, doch eine Abseitsstellung von Franz Lehnigk verhinderte die Anerkennung seines Treffers, zudem verpasste David Prasse es, den Ball aus kurzer Distanz im Gehäuse unterzubringen. So mussten die heimischen Fans sich noch bis zur 58. Minute gedulden, ehe sie das dritte Tor ihrer Elf bejubeln durften und wiederum führte eine Standardsituation zum Erfolg. Marius Konczak servierte einen Freistoß perfekt auf den Kopf von Franz Lehnigk, der die Maßflanke präzise zum 3:0 veredelte. Nur wenig später erhöhten die Klettwitzer gar noch auf 4:0. Ein Doppelpass mit David Prasse öffnete Florian Wernicke für einen kurzen Moment den Raum auf der rechten Außenbahn, so dass der Defensivspezialist in Schussposition kam und trotz schwierigen Winkels den Ball eiskalt im kurzen Eck versenkte, wobei Uebigaus Torwart erneut nicht gut aussah. Ein fast perfekter Nachmittag für den VfB, wäre da nicht das vorzeitige Aus für VfB-Keeper Erik Blomberg gewesen, der sich kurz darauf beim Herauslaufen ohne Einwirkung eines Gegenspielers verletzte und mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins Krankenhaus gebracht werden musste. Eine echte Hiobsbotschaft, welche die auf dem Feld befindlichen Klettwitzer jedoch nur wenig zu beeinträchtigen schien, denn die Lila-Weißen schraubten das Ergebnis sogar noch einmal nach oben. Ein diagonaler Flankenball von Alex Krahl war dabei gleichermaßen Spieleröffnung und Seitenverlagerung in einer Aktion und weil Abnehmer Sebastian Schneider auch noch die Übersicht bewahrte und den mitgelaufenen Andreas Münch bediente, der mit dem 5:0 den Schlusspunkt setzte, konnten die Lila-Weißen einen deutlichen Sieg einfahren und sich somit vorerst weiter in der Spitzengruppe behaupten.

VfB: E. Blomberg (69. T. Piatkowski) – M. Kromer, M. Konczak, M. Noack, A. Krahl – F. Wernicke – P. Fischer (46. D. Prasse), M. Woznica, F. Lehnigk (78. A. Lehnigk), S. Schneider – A. Münch

     VfB Klettwitz 1913              4       :       1              Senftenberger FC    

Fischer-Tor zum 2:0 im Video

Zum ersten Heimspiel der neuen Spielzeit hatten die Lila-Weißen mit dem Senftenberger FC gleich mal den Absteiger aus der Kreisoberliga und somit eines der ambitionierteren Teams der Liga im Stadion am Windpark zu Gast. Diesen Anspruch hatten die Kreisstädter mit ihrem souveränen 5:0-Auftaktsieg über die Spielgemeinschaft Tettau/Frauendorf auch bereits eindrucksvoll untermauert. So war es wohl wenig überraschend, dass die Zuschauer in der ersten Viertelstunde ein recht verbissenes Spiel zu sehen bekamen, in dem keine der beiden Mannschaften sich klare Vorteile erarbeiten konnte. Nach gut zwanzig Minuten setzte sich der VfB dann aber erstmals längerfristig in der gegnerischen Hälfte fest und konnte sogleich den Führungstreffer erzwingen. Die herrliche Eingabe von Martin Woznica konnten die Klettwitzer zwar nicht auf direktem Wege verwerten, doch Franz Lehnigk setzte energisch nach und versenkte das Leder schließlich willensstark. Mit der Führung im Rücken agierte die Heimelf noch selbstbewusster und drängte nun zielstrebig auf den zweiten Torerfolg, während der SFC sich vornehmlich aufs Kontern verlegte und den VfB damit beinahe für seine Offensivbemühungen bestraft hätte. Aber Erik Blomberg zeigte sich mit starker Reaktion einmal mehr als Fels in der Brandung aufseiten der Klettwitzer. Wenige Minuten vor der Pause legten die Lila-Weißen mit dem 2:0 dann jedoch den Grundstein für ihren ersten Saisonsieg. Mit einem kurzen Antritt über die linke Seite hatte Sebastian Schneider den Treffer zunächst brillant eingeleitet, um anschließend den einschussbereiten Franz Lehnigk im Rückraum zu bedienen, der direkt abzog und SFC-Keeper Eric Hoffmann zur Glanzparade zwang. Doch wiederum gingen die Klettwitzer entschlossen auf den zweiten Ball und diesmal war es Paul Fischer, der die Situation gut vorausgeahnt hatte und den Abpraller kompromisslos ins Netz jagte. Mit viel Elan waren die Gäste aus der Kabine gekommen, um dem Spiel eventuell noch einmal eine Wendung zu geben, doch musste der SFC drei Minuten nach Wiederbeginn bereits den dritten Gegentreffer hinnehmen. Von Franz Lehnigk perfekt in Szene gesetzt, war es diesmal Torjäger Andreas Münch, der den Ball per Linksschuss von der Strafraumgrenze aus mit Schnitt diagonal ins rechte Eck streichelte und damit den Schlussmann der Gäste ziemlich kalt erwischte. Dennoch gaben sich die Gäste keineswegs auf, sondern kämpften weiter für eine Resultatsverbesserung. Allerdings fehlte dabei oftmals die zündende Idee und wenn es dem SFC dann doch einmal gelang, den Pass in die äußerste Gefahrenzone zu spielen, so waren entweder die Klettwitzer Innenverteidiger Marius Konczak beziehungsweise Michael Noack zur Stelle oder Erik Blomberg warf sich den Gegnern in letzter Instanz in den Weg und verhinderte einen gegnerischen Torerfolg. Erst als der VfB-Elf gegen Spielende etwas die Konzentration abhanden kam, konnten die Kreisstädter durch ihren vielleicht besten Akteur, Oussama Kabbaj, auf 1:3 verkürzen und witterten jetzt noch einmal Morgenluft. Doch die Lila-Weißen trafen nur vier Minuten später erneut in die gegnerischen Maschen und beseitigten die letzten Zweifel am dreifachen Punktgewinn im Stile einer Klassemannschaft. Initiiert von Martin Woznica und wiederum von Franz Lehnigk aufgelegt, konnte der mustergültig freigespielte Andreas Münch mit präzisem Abschluss den vielleicht schönsten Angriff der Partie schließlich finalisieren. Somit landete der VfB einen beeindruckend herausgespielten Sieg, der allerdings viel härter erarbeitet war, als das Endergebnis von 4:1 es auszusagen vermag.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, M. Konczak, A. Krahl – P. Fischer, M. Woznica (82. A. Lehnigk), F. Lehnigk, T. Piatkowski – S. Schneider (84. M. Wurth), A. Münch

     SV Wacker Reichenhain        3       :       3        VfB Klettwitz 1913     

Nach einer vergleichsweise kurzen Sommerpause und intensiven Wochen der Vorbereitung dürften sich die Vereine nun so langsam wieder im Pflichtspielmodus befinden, schließlich standen vor dem Punktspielstart bereits zwei Runden im Südbrandenburg-Pokal auf dem Spielplan. Der VfB hatte seine beiden Pokalhürden in Grünewalde sowie beim Meuroer SV jeweils mit einem soliden 4:0-Erfolg zwar eindrucksvoll gemeistert, dennoch taugten die beiden Widersacher aus der 1. Kreisklasse wohl noch nicht für eine echte Standortbestimmung. Zudem werden es die Lila-Weißen nach der neuerlichen Umstrukturierung der Kreisliga-Staffeln nun mit so einigen neuen Kontrahenten zu tun bekommen, was freilich eine abwechslungsreiche Spielzeit verspricht, eine Prognose aber dafür umso schwieriger macht. So ging es zum Saisonauftakt sogleich nach Reichenhain, wo der VfB durch zuletzt zwei Gastauftritte beim hiesigen Sportfest zumindest mal mit den Platzbedingungen schon bestens vertraut war, während der Gegner indessen die unbekannte Größe im Spiel verkörperte. Dennoch hatten sich die Klettwitzer nach den Erfolgserlebnissen im Pokal sicher einen schwungvollen Start in die Saison erhofft, doch die ersten fünf Minuten hätten wohl kaum schlechter laufen können. Bereits in den allerersten Sekunden führte ein Ballverlust im Spielaufbau zum gegnerischen Konter, den Marcel Schöne gleich mal mit einem Treffer krönte. Kurz darauf nutzte Wacker nach einem Eckball dann auch noch das vorherrschende Chaos im VfB-Strafraum zum 2:0, und erneut war Marcel Schöne der Torschütze. Nach dieser kalten Dusche mussten sich die Lila-Weißen erst einmal kräftig schütteln und fanden allmählich besser ins Spiel. VfB-Stürmer Andreas Münch schaffte nach Zuspiel von Martin Woznica in der 21. Spielminute zunächst den Anschlusstreffer und brachte die Gäste somit wieder zurück in die Partie. Eine knappe Viertelstunde später gab es nach einem Kontakt an Franz Lehnigk im gegnerischen 16-Meter-Raum folglich Strafstoß für die Klettwitzer, den Andreas Münch traumhaft sicher zum Ausgleich verwandelte. Gegen Ende von Hälfte eins war der VfB dann nicht nur spielerisch ganz klar am Drücker, sondern konnte mittlerweile auch ein deutliches Chancenplus verzeichnen und trotzdem gelang es den Lila-Weißen nicht, das Spiel gänzlich zu ihren Gunsten zu drehen. Nach dem Wechsel übernahmen die Heimischen dann aber sukzessive wieder das Kommando. Wacker erzwang dabei zahlreiche Standardsituationen und presste den VfB, der in dieser Phase nur selten für genügend Entlastung sorgen konnte und dadurch so manch heikle Situation zu überstehen hatte, gehörig in die Defensive. Fast folglich gingen die Gastgeber in Minute 68 erneut in Front, doch wiederum wurde der Treffer durch einen Klettwitzer Fehler begünstigt. Dieses Mal setzte die Heimelf eine weit auseinandergezogene VfB-Abwehrkette gar mit einem Pass durch die Mitte schachmatt und Kai Engelmann hatte dann leichtes Spiel, den Ball im Tor unterzubringen. Doch der VfB kämpfte sich ein weiteres Mal zurück und schließlich war es abermals Andreas Münch, der mit seinem dritten Treffer eine Viertelstunde vor Schluss den Punktgewinn für die Lila-Weißen sicherstellte, indem er auf Vorlage von Franz Lehnigk das Leder aus gut 18 Metern per Aufsetzer unhaltbar im rechten Eck des Wacker-Kastens versenkte. Ein turbulentes Spiel blieb somit am Ende ohne Sieger. Ein Resultat mit dem der VfB nach zweimaligem Rückstand wohl noch ganz gut leben kann.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, F. Wernicke, M. Noack, A. Krahl – M. Konczak, M. Woznica, F. Lehnigk, T. Piatkowski (77. A. Lehnigk) – D. Prasse (63. P. Fischer), A. Münch

     VfB Klettwitz 1913              4       :       0              FSV Empor Hörlitz    

Das 1:0 im Video

Das 3:0 im Video

Das 4:0 im Video

Mit einem deutlichen 4:0 über Empor Hörlitz hat der VfB seine derzeitige Erfolgsserie im eigenen Stadion weiter fortgesetzt. Allerdings machten es sich die Klettwitzer selbst schwieriger als notwendig, schließlich hatten sie bereits in den ersten zehn Minuten allein vier gute Einschussgelegenheiten, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. So dauerte es bis zur 20. Spielminute, ehe der VfB seine spielerische Überlegenheit endlich auch in eine Führung ummünzen konnte. Dabei entstand der Treffer tief in der eigenen Hälfte und entsprang einem gut strukturierten Gegenangriff der Lila-Weißen. Ausschlaggebend dafür war eine wichtige Balleroberung von Michael Noack am eigenen Strafraum, der sich nach Doppelpass mit Franz Lehnigk über den rechten Flügel mit in den Klettwitzer Angriff einschaltete und in den entscheidenden Zweikampfsituationen auch noch das nötige Glück hatte, den Ball fortwährend zu behaupten. Letztlich bewahrte der Abwehrchef auch noch die Übersicht, das Leder auf den freien Andreas Münch abzulegen, der die exzellente Vorarbeit per Flachschuss auch gekonnt verwertete. Trotzdem überboten sich die Klettwitzer Spieler auch in der Folge nahezu gegenseitig im Vergeben von guten Möglichkeiten, so dass den Gästen nach einem Aussetzer der VfB-Abwehr beinahe sogar der Ausgleich gelungen wäre, was den Spielverlauf aber völlig auf den Kopf gestellt hätte. Glücklicherweise konnte Empor diese goldene Gelegenheit nicht für sich nutzen und die Hausherren schafften sechs Minuten vor der Pause den so wichtigen zweiten Torerfolg. Eingeleitet wurde die Szene diesmal von David Prasse und Franz Lehnigk bewies anschließend seine Durchsetzungsqualitäten im gegnerischen Strafraum, spielte mit einer schnellen Bewegung dann sogar noch den Hörlitzer Keeper aus und drückte den Ball zum 2:0-Pausenstand über die Linie. Nach dem Wechsel versuchte Empor in der Offensive mehr Akzente zu setzen, dennoch hatten die Klettwitzer unverändert die deutlich besseren Möglichkeiten, mit denen sie allerdings auch weiterhin äußerst fahrlässig umgingen. Erst eine gute Kombination verhalf dem VfB in Minute 63 zum dritten Tor des Tages. Dabei führte Franz Lehnigk einen Freistoß im Mittelfeld zunächst kurz auf Marius Konczak aus, der das Spielgerät rasch weiter nach außen auf Paul Fischer verlagerte und sich dann selbst in Richtung Außenlinie orientierte, um das Leder nach komplettiertem Doppelpass aus der Drehung heraus vor den gegnerischen Kasten zu spielen. Und da der Hörlitzer Schlussmann beim Abwehrversuch den unangenehm hoppelnden Ball nicht zu fassen bekam, konnte Andreas Münch am langen Pfosten seinen 14. Saisontreffer markieren. Für die Gäste ging es in der Folge nur noch um ein Ehrentor, doch Erik Blomberg hielt sich und seine Abwehr mit zwei sicheren Paraden an diesem Tag schadlos. Indes konnte der VfB in den Schlussminuten das Resultat sogar noch um ein Tor erhöhen, was letztlich auch die Einstellung des höchsten Saisonsieges der Lila-Weißen bedeutete. Zudem war es diesmal eine reine Co-Produktion zweier Joker, die sich allesamt nahtlos ins Mannschaftsgefüge integrierten. So bewahrte Maik Wurth geschickt die Übersicht und legte noch einmal uneigennützig quer auf Christian Most, der mit präzisem Flachschuss ins linke Eck den Endstand herstellte.

VfB: E. Blomberg – M. Noack – M. Konczak, S. Peipe, A. Krahl – S. Scholl (77. A. Lehnigk), P. Fischer (68. C. Most), F. Lehnigk, T. Piatkowski – A. Münch (80. M. Wurth), D. Prasse

     TSV Missen                  2       :       1                  VfB Klettwitz 1913         

Das 1:1 im Video

Nach einer bislang eher bescheidenen Rückrunde hatten die Gastgeber mit dem Überraschungserfolg gegen Groß Beuchow zuletzt wieder neues Selbstvertrauen getankt und begannen demzufolge druckvoll, um sofort Stärke zu demonstrieren. Die erste Chance im Spiel hatten allerdings die Lila-Weißen nach einem rasend schnellen Konter in der sechsten Minute. Ein Doppelpass zwischen Michael Noack und Sebastian Schneider brachte dabei die Gelegenheit für den VfB, doch der Abschluss ging letztlich knapp am Tor vorbei. Dennoch blieb der TSV seiner offensiven Marschroute treu und kam einem Torerfolg nun sukzessive näher. Erst vereitelte Erik Blomberg mit hervorragender Parade, kurz darauf klärte Marius Konczak vor dem einschussbereiten Gegenspieler im letzten Moment zur Ecke. Schließlich nutzte Missen dann den dritten Eckball binnen kurzer Zeit zum 1:0 in der 23. Minute, wobei Erik Blomberg den druckvollen Kopfball von Michael Kupsch zunächst noch herauskratzen konnte. Doch da die Lila-Weißen den Ball nicht wirklich aus der Gefahrenzone befördern konnten, schlug Alexander Bronk im Nachsetzen doch noch zu. Mit der Führung im Rücken verflachte der Druck der Heimischen etwas, die sich im Bemühen um mehr Ballkontrolle jetzt deutlich mehr Zeit für ihre Aktionen nahmen, worauf sich der VfB aber gut einstellen konnte. Zudem schoben sich die Klettwitzer jetzt etwas früher auf den Gegner und verlagerten somit das Geschehen weitgehend ins gesicherte Mittelfeld. Vorzeigbare Abschlüsse blieben aber dennoch Mangelware. Andy Münch konnte mit einem Linksschuss aus der zweiten Reihe den Keeper genauso wenig überwinden, wie kurze Zeit später nach einem beherzten Solo durch den TSV-Strafraum. Mit dem Pausenpfiff fuhren die Klettwitzer dann erneut einen Konterangriff bei dem diesmal Andreas Münch den durchgestarteten Michael Noack bediente, doch dessen Schuss verfehlte den Kasten dieses Mal ein gehöriges Stück. Die Klettwitzer kamen mit einer taktischen Neuausrichtung und reichlich Elan aus der Kabine und konnten durch Sebastian Scholl den ersten Torschuss der zweiten Hälfte verzeichnen, doch die Antwort des TSV ließ nicht lange auf sich warten, wenngleich nun keines der beiden Teams in dieser Phase klare Vorteile hatte. Es dauerte bis zur 65. Minute, ehe der TSV mit einem tückischen Freistoß wieder eine Duftmarke setzte. Zwei Minuten darauf vergaben die Gastgeber die Riesengelegenheit zur Vorentscheidung, als Gordon Handt frei vor dem Klettwitzer Tor zum Abschluss kam, jedoch an der Fußabwehr von Blomberg scheiterte. Da Missen auch die darauffolgenden Chancen zum 2:0 nicht zu nutzen wusste, blieben die Lila-Weißen immer noch im Geschäft und auch wenn Andreas Münch zwölf Minuten vor Spielschluss den Ball nicht effektiv genug auf den TSV-Kasten bekam, so merkten die Gastgeber, dass sich die vergebenen Möglichkeiten wohl noch rächen könnten. Schließlich schafften die Lila-Weißen sechs Minuten vor Ultimo doch noch den Ausgleichstreffer. Ein Foulspiel an Andy Münch hatte einen Freistoß in halbrechter Position zur Folge und Sebastian Schneiders Flankenball wurde von einem TSV-Verteidiger per Kopf genau auf Toni Piatkowski verlängert, der die Kugel mit seinem starken linken Fuß volley unter die Querlatte knallte. Missen mobilisierte nun noch einmal alle Kräfte und kam in der Endphase immer wieder zu gefürchteten Standards. Und während der VfB nach einem Konter den Siegtreffer kurz zuvor verpasst hatte, so nutzte der TSV eine Freistoßsituation in der Schlussminute zum 2:1, als Tony Faden den Ball im langen Eck des VfB-Tores unterbrachte. Darauf hatten die Klettwitzer selbstverständlich keine Antwort mehr parat, zumal Florian Wernicke nach wiederholtem Foulspiel auch noch die gelb-rote Karte gesehen hatte.

VfB: E. Blomberg – M. Noack – M. Konczak, C. Meyer (74. S. Meißner), T. Netzker – S. Scholl (58. D. Kittner), P. Fischer, F. Wernicke, T. Piatkowski – A. Münch, S. Schneider

     VfB Klettwitz 1913       2     :     1       SV Grün-Weiß Annahütte    

Dank einer couragierten Leistung in Hälfte eins und einem kämpferisch beeindruckenden Auftritt sowie der dazugehörigen Portion Glück im zweiten Durchgang konnte der VfB im Gemeindederby einen immens wichtigen Sieg erringen. Die Lila-Weißen traten diesmal nahezu in Bestbesetzung an und erwischten geradezu einen Traumstart in die Partie. Vom Anpfiff weg waren die Klettwitzer präsent, überrumpelten den Gegner mit überfallartigem Spiel über die Flügel und bereits beim allerersten Abschluss zappelte das Leder im Netz. In der 6. Spielminute gelangte der Ball zunächst einmal auf die rechte Außenbahn, wo Toni Fiedler den gezielten Pass zur Grundlinie wählte und Sebastian Schneider damit in Spiel brachte, so dass dieser aus vollem Lauf in den Rückraum ablegen konnte. Zwar verpasste Marius Konczak im Zentrum die scharfe Eingabe zunächst, doch der hinter ihm lauernde Andreas Münch erwischte die Kugel dafür perfekt und verwandelte eiskalt. Annahütte schien sichtlich überrascht vom forschen Auftreten des Gastgebers und versuchte irgendwie im Spiel Fuß zu fassen, doch ihre vorerst einzige Gelegenheit entsprang einem ruhenden Ball. Grundsätzlich kannte das Spiel aber weiterhin nur eine Richtung. Erst touchierte ein Kopfball von David Prasse das Außennetz, fünf Minuten darauf wurde Sebastian Schneider im Strafraum von Martin Rodewald von den Beinen geholt und es gab Strafstoß. Allerdings bügelte der Keeper seinen Fehler bravourös wieder aus, indem er den Elfmeter von Franz Lehnigk parierte. Die Klettwitzer ließen sich dadurch aber kaum beeindrucken und probierten es weiterhin mit temporeichen Aktionen. So auch in Minute 20, als Sebastian Schneider nach Vorlage von Franz Lehnigk nur knapp den gegnerischen Kasten verfehlte. Der zweite Treffer der Lila-Weißen lag also buchstäblich in der Luft und wurde vier Minuten darauf dann Realität. Dieses Mal fand der VfB den Weg zum Tor sogar durchs Zentrum und löste die Situation nahezu genauso raffiniert wie beim ersten Treffer. Jonas Peschel hätte nämlich bereits selbst abschließen können, doch er legte noch einmal uneigennützig auf Andreas Münch ab, der die Kugel auf direktem Weg in den Annahütter Kasten beförderte. Die Gäste schienen nun allmählich aufzuwachen und hatten nach gut einer halben Stunde mal wieder eine veritable Möglichkeit aus einer Kontersituation heraus, doch Erik Blomberg war gegen den Flachschuss von Frenzel zur Stelle. Der VfB hatte in der Anfangsphase das Gaspedal dauerhaft am Anschlag, nun zeigten sich erste Ermüdungserscheinungen und man konnte den Gegner nicht mehr so aggressiv bespielen wie zu Beginn der Partie. Kurz vor der Pause gab es aber noch einmal die Doppelchance zum Erhöhen, allerdings scheiterte Sebastian Schneider zunächst an der starken Fußabwehr von Rodewald, während der Nachschuss von Marius Konczak dann zur Ecke abgefälscht wurde. Es war klar, dass Grün-Weiß nach dem Seitenwechsel noch einmal alle Kräfte mobilisieren würde und Patrick Paul vergab nach mustergültiger Eingabe von Alexander Krüger die Riesengelegenheit zum Anschluss, als er den Ball denkbar knapp am Tor vorbei setzte. Nur wenige Momente später ließen die Gäste die nächste gute Situation ungenutzt verstreichen. Als es dann auch noch für Kapitän Franz Lehnigk nicht mehr weiterging und die Lila-Weißen somit wechseln mussten, übernahm Annahütte endgültig die Hoheit im Mittelfeld. Schließlich konnten die Gäste nach 66 Minuten mit einem Freistoß aus etwas größerer Entfernung, den Markus Penz mit brillanter Schusstechnik knapp neben den Pfosten in die Maschen zirkelte, VfB-Keeper Erik Blomberg erstmals überwinden. Es schien, als wäre nun der Bann bei den Grün-Weißen endgültig gebrochen und das Ausgleichstor nur noch eine Frage der Zeit. Doch genau diese lief den Gästen jetzt rapide davon, denn der VfB stemmte sich mit aller Kraft dagegen. Entlastung gelang den Lila-Weißen, die jetzt vor allem defensiv stark gebunden waren, nur sporadisch. Die Lage für den VfB verschärfte sich zehn Minuten vor Schluss sogar noch einmal, als Toni Fiedler nach einer Unbeherrschtheit die Rote Karte sah. Diese Situation setzte aber noch einmal ungeahnte Kräfte frei, so dass die Heimischen in den Schlussminuten mit unglaublicher Intensität weiter um jeden Ball kämpften und dabei bis an die Schmerzgrenze und bisweilen sogar darüber hinaus gingen, um das Ergebnis zu verteidigen. Ein Unterfangen, welches mit der finalen Glanztat von Erik Blomberg in der Nachspielzeit schließlich auch von Erfolg gekrönt war. Letztendlich verdiente sich jene Mannschaft an diesem Tag den Derbysieg, die das Quäntchen mehr an Einsatz und Leidenschaft an den Tag legte und sich anschließend auch gebührend dafür feiern lassen durfte.

VfB: E. Blomberg – M. Noack – M. Konczak, C. Meyer, A. Krahl – T. Fiedler, J. Peschel, F. Lehnigk (57. F. Wernicke), D. Prasse – A. Münch (90. T. Piatkowski), S. Schneider (88. P. Fischer)

     SV Wacker Schönwalde         2       :       1         VfB Klettwitz 1913    

Spiele auf des Gegners Platz bleiben vorerst weiterhin die akute Problemzone der Lila-Weißen. So bedeutete das 1:2 bei Wacker Schönwalde am vergangenen Wochenende bereits die vierte Auswärtsniederlage in Serie. Dabei hatte das Team von Trainer René Rohr, analog zum Spiel in Calau vor zwei Wochen, erneut eine frühe Führung inne und somit eigentlich ideale Voraussetzungen auf einen positiven Spielverlauf geschaffen. Denn Kapitän Franz Lehnigk brachte die Klettwitzer, in einer Phase, als der Gegner noch nicht so recht zu seinem eigenen Spiel gefunden hatte, nach gut zwanzig Minuten in Front. In der Folge steigerte sich der Absteiger aus der Kreisoberliga zwar, konnte bis zur Pause aber lediglich Halbchancen verzeichnen, so dass die Gästeabwehr bis dato nicht ins Schwimmen kam und die Klettwitzer den knappen Vorsprung diesmal sogar mit in die Kabine nehmen konnten. Nach Seitenwechsel änderte sich das Spielgeschehen dann aber gravierend. Die Mannschaft des Gastgebers agierte konzentrierter und setzte den VfB entscheidend unter Druck. Folge war der schnelle Ausgleich durch Wacker-Torjäger Miroslav Veselov, der auf Vorlage von Fabian Wittenberg damit bereits seinen 14. Saisontreffer markierte. Wacker war nun klar am Drücker, während die Lila-Weißen verbissen darum kämpften, wenigstens den einen Zähler zu ergattern. Gleich zweimal verhinderte VfB-Keeper Erik Blomberg mit fast schon sensationellen Paraden gegen den nimmermüden Veselov den Rückstand, zudem machte er auch noch die darauffolgende Chance von Kevin Schulz zunichte. Doch aller Einsatz war letztendlich vergebens, denn Wacker gelang unter Dauerdruck vier Minuten vor Ultimo doch noch der siegbringende Treffer zum 2:1, für den wiederum Fabian Wittenberg die Vorarbeit lieferte und welchen ausgerechnet der in dieser Spielzeit bislang noch nicht als Torschütze in Erscheinung getretene Tobias Schäfer erzielte, der sich anschließend somit gleich mal als Matchwinner feiern lassen konnte. Der VfB verpasste es damit einmal mehr, sich für die eigene Leistung entsprechend mit Punkten zu belohnen. Ein gefühlter Dauerzustand, der sich beinahe wie ein roter Faden durch die gesamte Saison hindurchzieht und der die Lila-Weißen in Summe nun schon satte neun Punkte gekostet hat.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, F. Wernicke – A. Lehnigk, C. Meyer, P. Fischer, F. Lehnigk, T. Piatkowski – A. Münch, S. Schneider

     VfB Klettwitz 1913      2      :      2      SV Grün-Weiß Lübben II    

Ein unterhaltsames Spiel mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten sahen die Zuschauer im Stadion am Windpark. Bereits frühzeitig sah zwar alles danach aus, als könnten die Gäste ihrer Favoritenrolle auch gerecht werden, denn die zuletzt so spielstarke Brandenburgliga-Reserve beherrschte schon beizeiten das Mittelfeld und bestimmte das Tempo fast nach Belieben. Auch in puncto Chancenverwertung zeigte sich der Gegner auf einem guten Level, so konnten die Grün-Weißen bereits ihre zweite Möglichkeit in der 10. Spielminute zum Führungstor nutzen. Allerdings sah die VfB-Abwehr beim 18-Meter-Flachschuss von Lübbens Top-Torjäger Martin Würfel auch alles andere als gut aus. Der Treffer gab Lübben weiter Auftrieb und es dauerte eine halbe Ewigkeit bis zum ersten richtigen Abschluss des VfB, den Toni Piatkowski aber freistehend vergab. Besser machten es da die Gäste nach gut einer halben Stunde, denn Andreas Kozur nagelte einen Freistoß zum etwas überraschenden 0:2 genau ins linke Kreuzeck. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der VfB nach guter Kombination zwischen Franz Lehnigk und Paul Fischer aber noch einmal Gelegenheit, wieder aufzuschließen, doch Toni Fiedler verzog letztlich. In der Pause hatte VfB-Trainer René Rohr sein Team noch einmal neu eingeschworen und der VfB zeigte nach dem Wechsel deutlich mehr Mut, während die Gäste das Spiel jetzt etwas laufen ließen und somit die absolute Kontrolle aus der Hand gaben. Fast folglich gelang den Klettwitzern nur sieben Minuten nach Wiederbeginn der Anschlusstreffer, als Sebastian Schneider, nach Vorarbeit von Marius Konczak, im Nachsetzen erfolgreich war. Die Lila-Weißen hatten nun Lunte gerochen, blieben auch weiterhin im Angriffsmodus und schafften es in der 63. Minute tatsächlich, das Spiel auszugleichen. Wegbereitend für den Treffer war ein gewonnener Zweikampf von Franz Lehnigk im Mittelfeld, der nach Ballgewinn sofort den schnellen Gegenangriff startete und mit gestochen scharfem Pass wiederum Sebastian Schneider bediente, der schließlich aus zwölf Metern sehenswert ins lange Eck vollendete. Nur zehn Minuten darauf hatte der VfB dann die große Chance, die Partie sogar komplett zu drehen. Toni Piatkowski spielte den Pass in den Lübbener Strafraum auf den startenden Sebastian Schneider, der allerdings von seinem Gegenspieler zunächst gehalten und schließlich auch noch am Fuß getroffen wurde, so dass es unweigerlich Elfmeter geben musste. Doch Lübbens Torwart Fabian Kopsch hatte die Ecke geahnt und konnte somit den halbhoch geschossenen Strafstoß von Franz Lehnigk parieren. Die Lila-Weißen waren gewillt, trotz des Fehlschusses weiter auf das Siegtor zu spielen, doch nach der intensiven Aufholjagd fehlte es den Klettwitzern gegen Spielende dann doch etwas an Kraft und Genauigkeit, um den gut organisierten Gegner noch in die Knie zu zwingen. Aufgrund einer beherzten zweiten Hälfte konnte man aber zumindest einen Teilerfolg erkämpfen.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, M. Konczak – S. Scholl (62. A. Lehnigk), C. Meyer, P. Fischer (69. A. Krahl), F. Lehnigk, T. Piatkowski – T. Fiedler, S. Schneider

     SV Calau            2       :       1             VfB Klettwitz 1913    

Auswärts hinkt der VfB weiter meilenweit den eigenen Ansprüchen hinterher. Am vergangenen Wochenende unterlagen die Lila-Weißen sogar beim Tabellenvorletzten SV Calau, der in den sieben Spielen zuvor keinen dreifachen Punktgewinn mehr feiern konnte und auf eigenem Rasen bislang noch gänzlich sieglos war. Dabei hatten die Klettwitzer über weite Strecken eigentlich eine recht solide Partie geboten und konnten zwischenzeitlich sogar eine Führung für sich beanspruchen. Nach kurzer Anlaufphase, in der sich beide Mannschaften erst einmal an den jeweiligen Gegner herantasteten, waren es zunächst auch die Gäste, die den direkten Weg zum Erfolg suchten. So war David Prasse in Minute zehn schon der kompletten Calauer Abwehr entwischt und im Alleingang zum gegnerischen Tor unterwegs, als ihm ein zurückgeeilter Verteidiger so gerade noch den Ball ablaufen und somit das fast sichere 0:1 verhindern konnte. Nur eine Minute darauf gelang es den Klettwitzern dann aber, die Führung im Spiel zu übernehmen. Wiederum behauptete David Prasse auf links das Leder stark und steckte das Spielgerät anschließend schön auf Marius Konczak durch, der mit einem ansatzlosen Flachschuss ins kurze Eck dem Keeper keine Abwehrchance ließ. Calau wurde im Bemühen um Torchancen nun etwas offensiver, doch die Lila-Weißen gaben der Heimelf durch geschicktes Verschieben wenig Gelegenheit, effektiv abzuschließen und wenn der Ball doch einmal durch die Abwehrkette hindurch kam, waren zumeist Michael Noack oder Erik Blomberg zur Stelle und die Gefahr war gebannt. Zudem gelang es den Klettwitzern immer wieder gut, schnell in den Gegenangriff umzuschalten. Vor allem Jonas Peschel und Sebastian Schneider sorgten mit ihrer Agilität auf den Außenbahnen immer wieder dafür, dass sich den Gästen entsprechende Räume öffneten und man auch weiterhin zu passablen Torabschlüssen kam. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs ging dem VfB die bis dato vorhandene Stabilität in der Defensive etwas verloren, so dass Calau über einen längeren Zeitraum hinweg Druck aufbauen konnte, während die Lila-Weißen es in dieser Phase nicht schafften, den Ball kontrolliert aus der Gefahrenzone zu bringen. So war das Ausgleichstor von Philipp Stolarski nach einem Fehler im Abwehrzentrum die fast schon logische Konsequenz. Es dauerte bis nach der Pause, ehe der VfB wieder in Tritt kam und durch Andy Münch die erste Möglichkeit nach Seitenwechsel hatte. Doch sein Versuch strich ebenso knapp am Kasten vorbei, wie der von Marius Konczak kurz darauf. Auch in der Folge ging bei den Lila-Weißen im Mittelfeld deutlich mehr zusammen und man erspielte sich so sukzessive Chancen. Aber selbst beste Versuche, wie der Freistoß von Jonas Peschel aus zentraler Position, den Calaus Torwart nur unzureichend entschärfen konnte, sowie der Nachschuss von Andy Münch, der aus kurzer Entfernung ebenfalls am gut reagierenden Schlussmann scheiterte, oder aber der darauffolgende Schuss von Sebastian Schneider fanden nicht den Weg ins Tor. Zumindest auf ein Remis konnte der VfB aber zurecht zuversichtlich sein, erst recht als Calaus Tobias Künzel in der Schlussminute nach wiederholter Motzerei in Richtung des Unparteiischen mit gelb-roter Karte vom Feld musste. Zugegebenermaßen eine Entscheidung, die schon seit gut 25 Minuten überfällig erschien. Schließlich sorgte der Schiedsrichter mit einer durchaus fragwürdigen Konzessionsentscheidung dann aber doch noch für lange Gesichter bei den Lila-Weißen, denn Philipp Stolarski verwandelte den verhängten Foulstrafstoß in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:1-Heimsieg. Die Klettwitzer mussten sich beim Abpfiff somit zum zweiten Mal um den Lohn ihrer Mühen betrogen sehen, so hatten sich die Calauer bereits im Hinspiel durch den Einsatz eines nicht spielberechtigten Akteurs illegal einen Vorteil verschafft. Aber jammern nützt im Nachhinein gar nichts. Wer solch hochkarätige Chancen wie in Hälfte zwei nicht nutzen kann, muss am Ende eben auch ein derartiges Endresultat schlucken. Bleibt lediglich die Hoffnung auf eine Trotzreaktion im nächsten Spiel gegen Lübben.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, M. Konczak – C. Meyer (62. A. Lehnigk), T. Piatkowski, J. Peschel, F. Wernicke, S. Schneider – A. Münch, D. Prasse (57. P. Fischer)

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