SV Wudritz Ragow          3       :       1          VfB Klettwitz 1913    

Bei Regen und teils stürmischem Wind hatten beide Teams im ersten Spiel nach der Winterpause einen schweren Stand. Der VfB ging gegen die beste Abwehr der Liga erst einmal selbst kompakt defensiv ins Spiel, mit dem frühen 1:0 in der dritten Spielminute war die taktische Marschroute aber schon beizeiten komplett über den Haufen geworfen. Dabei resultierte der Gegentreffer aus einer Mischung aus Pech und Unvermögen. Zunächst einmal konnten die Klettwitzer die Flanke von Kapitän Matthias Philipp nicht verhindern. Marius Konczak köpfte den Ball anschließend zwar wieder aus dem eigenen Strafraum allerdings keinesfalls aus der Gefahrenzone heraus, dafür aber genau auf den Fuß eines Gegners, der die Kugel postwendend wieder vor der VfB-Kasten beförderte, was sich quasi als perfekte Steilvorlage für Patrick Marx erwies, der daraufhin lässig einschob. Danach blieben die Gastgeber weiterhin gefährlich im Spiel und VfB-Keeper Erik Blomberg musste zweimal sein ganzes Können aufbieten. Erst nach gut zwanzig Minuten konnte der VfB offensiv etwas dagegen setzen, doch Paul Fischer vergab ebenso wie kurz darauf Jonas Peschel. Dabei war dessen Gelegenheit exzellent herausgespielt, denn Marius Konczak verlagerte das Spielgerät erst einmal per Flanke auf die gegenüberliegende Seite und Paul Fischer sorgte mit seiner Kopfballverlängerung dafür, dass Sebastian Schneider ausreichend Zeit zur Flanke hatte, um Jonas Peschel im Zentrum hervorragend aufzulegen, doch Ragows Keeper vereitelte letztlich zur Ecke. In der 35. Minute kam der Gastgeber dann aber zum 2:0. Nach einer Ecke gelang es dem VfB nicht, die Situation ausreichend zu bereinigen, so dass der Gegner sofort wieder den Abschluss aus der zweiten Reihe suchte. Die Gäste konnten den Schuss zwar entschärfen, doch der Ball prallte dabei nur leicht zur Seite ab, so dass Paul Scharlow gezielt nachsetzte und die Kugel aus kurzer Entfernung geradewegs unter die Querlatte knallte. In der Folge tauchten die Lila-Weißen fast gänzlich ab und hatten Mühe, den Rückstand bis zur Pause im Rahmen zu halten. Zu Beginn des zweiten Durchgangs stellten die Klettwitzer um, wollten somit mehr Präsenz in der Offensive erwirken, doch erneut mussten die Klettwitzer einen frühen Gegentreffer hinnehmen. Patrick Marx nahm das Anspiel von Sebastian Reinhardt zum Anlass, ein Solo über die linke Seite zu starten und weil er dabei von den Klettwitzern nicht energisch genug gestört wurde, konnte er letztendlich per Flachschuss zum vorentscheidenden 3:0 ins kurze Eck einnetzen. In der Folge machte die VfB-Defensive, nicht zuletzt auch durch die Hereinnahme von Routinier Marcel Kromer, einen stabileren Eindruck. Dies war aber auch zweifelsohne der Tatsache geschuldet, dass die Heimelf jetzt nicht mehr so zielstrebig spielte und sich weitgehend darauf verlegte, das Ergebnis zu verwalten. So konnte der VfB jetzt die Initiative im Mittelfeld an sich reißen. Eine schnelle Freistoßausführung der Klettwitzer brachte dann auch Sebastian Schneider im gegnerischen Strafraum an den Ball und nach einem Foulspiel der in dieser Szene äußerst schläfrigen Ragower Defensive, konnte Franz Lehnigk vom Punkt aus verkürzen. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken versuchten die Lila-Weißen in der verbleibenden Spielzeit weiter heranzukommen, doch trotz einiger guter Ansätze blieb an diesem Tag im Offensivspiel einfach zu vieles Stückwerk, so dass der VfB, der auch weiterhin auf den ersten Sieg gegen Ragow warten muss, noch Entwicklungspotential für die anstehenden wichtigen Spiele hat.

VfB: E. Blomberg – M. Konczak, F. Wernicke, M. Noack, C. Meyer (60. T. Piatkowski), S. Schneider – S. Scholl (46. M. Kromer), J. Peschel, F. Lehnigk, P. Fischer – A. Münch

Zum Ende der Hinrunde, mit dem 13. Spieltag, musste der VfB am 9. 12. 2018 eine herbe, wenn auch nicht wirklich überraschende Niederlage beim Tabellenführer in Peickwitz hinnehmen.
Das deutliche 7:1 für die Platzherren verhindert damit zunächst auch das Loslösen aus dem unteren Drittel der Kreisliga Ost.

Eine Woche später, noch vor dem eigentlichen Jahreswechsel, noch vor der Weihnachtsfeier, begann mit dem 14. Spieltag am 15. 12. 2018 bereits die Rückrunde.
Die SG Gießmannsdorf weilte im Stadion am Windpark. Im Hinspiel, der Auftaktbegegnung zur diesjährigen Kreisliga- Saison, unterlag man dort 2:6. Ein denkbar ungünstiger Start. Aber diesmal drehten die Lila- Weißen den Spieß um und gewann in einer souveränen Mannschaftsleistung 3:1. Damit stabilisierte der VfB nun seine Tabellenposition und konnte den Anschluss zur Tabellenmitte wieder herstellen.

Inzwischen gehen die Vorbereitungen für die Rückrunde so langsam in die heiße Phase. Wie diese geplant werden, kann man der folgenden Grafik entnehmen.

 

Der Ernst beginnt dann am 17. 3. 2018 mit dem 15. Spieltag in Ragow, die in dieser Liga mit bisher nur 9 Gegentreffern (weniger hat keiner) und sich auch als erster harter Brocken für die Klettwitzer erweisen werden.   

 

     VfB Klettwitz 1913      1     :     2      SG Grün-Weiß Groß Beuchow    

Mit veränderter taktischer Grundordnung begegneten die Lila-Weißen dem Meisterschaftsfavoriten aus dem Spreewald und wollten durch mehr Kompaktheit im defensiven Mittelfeld dem Gegner das Leben schwer machen. Doch noch ehe sich die neue Klettwitzer Formation so richtig gefunden hatte, wurde man von den Gästen eiskalt überrumpelt. In Minute vier konnte Stefan Müller auf der linken Klettwitzer Abwehrseite plötzlich ungehindert durchbrechen und bahnte sich seinen Weg zum Tor. Erik Blomberg versuchte zwar noch, sich geschickt zu positionieren, um seinen Kasten bestmöglich abzudecken, doch Beuchows Torjäger blieb in dieser Situation absolut cool und nagelte die Kugel genau in den Winkel der kurzen Ecke. Wenige Augenblicke später hätten die Gäste fast schon alles klar machen können, aber diesmal war der VfB-Keeper mit Fortuna im Bunde und die Querlatte verhinderte Schlimmeres. Nach und nach bekamen die Lila-Weißen den Gegner dann besser in den Griff und konnten das Spiel weitaus ausgeglichener gestalten, wenngleich die Grün-Weißen weiterhin das torgefährlichere Team waren. So hatten die Gäste in Andy Richter einen schnellen Mann in ihren Reihen, der die Defensive des VfB immer wieder auf die Probe stellte und in Minute 24 auch zum Solo in den Strafraum ansetzte und überhaupt nicht mehr zu stoppen schien. Erst im allerletzten Moment vor dem Abschluss konnte Michael Noack den Ball noch zur Ecke wegspitzeln und somit die Chance zunichte machen. Acht Minuten später ließen die Lila-Weißen dann aber alle Abwehrprobleme vergessen und kamen nach dem bis dato besten Angriff nicht ganz unverdient zum 1:1-Ausgleich. Sebastian Schneider orientierte sich in den freien Raum auf halblinks und erhielt von Franz Lehnigk ein passgenaues Anspiel genau in den Lauf, so dass er mit Tempo in den gegnerischen Strafraum gelangte, wo er schließlich von der Beuchower Verteidigung gestellt wurde und somit eine Ablage ins Zentrum die einzig sinnvolle Option blieb. Andreas Münch erwies sich wieder einmal als dankbarer Abnehmer einer solchen Vorlage und knallte die Kugel aus gut 6 Metern Torentfernung geradewegs an die Unterkante der Latte, von wo aus das Leder ins Tor sprang. Gegen Ende von Hälfte eins und auch zu Beginn des zweiten Durchgangs gelang es den Gastgebern, das Spiel gut zu ihren Gunsten zu gestalten und man merkte, dass die Spreewälder sich im Spielaufbau jetzt extrem schwer taten. Einzig allein über Andy Richter blieben die Gäste auch in dieser Phase brandgefährlich. So konnte Michael Noack ein weiteres Mal eine knifflige Situation bereinigen. Doch nach einer Stunde Spielzeit tankte sich der agilste Spieler der Grün-Weißen schon wieder bis in den Klettwitzer Strafraum durch und weil sich Florian Wernicke im Zweikampfverhalten deutlich zu ungeschickt anstellte, entschied der Unparteiische folglich auf Elfmeter für Groß Beuchow. Stefan Müller löste auch die Aufgabe vom Punkt souverän und brachte sein Team damit zum zweiten Mal in Vorhand. Letztlich sollte dies jedoch gleichzeitig der spielentscheidende Treffer bleiben, denn die Lila-Weißen zeigten sich trotz intensiver Bemühungen vor dem gegnerischen Tor nicht zwingend genug, während die Gäste bei ihren Kontern meistens in die Klettwitzer Abseitsfalle tappten beziehungsweise an einem gut aufgelegten Erik Blomberg verzweifelten.

VfB: E. Blomberg – M. Konczak, C. Meyer, M. Noack, F. Wernicke, T. Piatkowski – P. Fischer, F. Lehnigk, S. Schneider (83. M. Goszczak), D. Kittner (46. T. Netzker) – A. Münch

     VfB Klettwitz 1913 II      6      :      1      TSG Rot-Weiß Kostebrau    

Mit dem ersten Spiel der Rückrunde hat sich die VfB-Reserve derweil in die wohlverdiente Winterpause verabschiedet. Gegen den in doppelter Unterzahl antretenden Ortsnachbarn aus Kostebrau hatte man beim klaren 6:1-Erfolg nur anfangs leichte Mühe. So gingen die Gäste durch ihren Torjäger Khaled Ahmed in der vierten Minute zunächst in Führung, bevor Marcel Netzker mit einem Doppelpack (6./16.) bereits früh das Spiel drehte. Mit einem präzisen Abschluss erhöhte Alexander Krahl nach gut einer halben Stunde, ehe kurz darauf Marcel Netzker den 4:1-Pausenstand perfekt machte. In Hälfte zwei spielten die Lila-Weißen dann nicht mehr ganz so konsequent und konnten deshalb nur noch zwei weitere Treffer nachlegen. Nach Marcel Girndts 5:1 war es mit Marcel Netzker schließlich der Mann des Spiels, der mit seinem vierten Treffer des Tages den Endstand herstellte.

VfB: F. Howorka – T. Netzker (M. Böhm), S. Peipe, S. Meißner – S. Scholl, S. Radelow (T. Brüllke), P. Böhm, A. Krahl, M. Goszczak – M. Netzker, M. Girndt

     SV Blau-Weiß Lubolz           1       :       1           VfB Klettwitz 1913    

Der 1:1-Ausgleich im Video

Die wenigen Zuschauer, die am vergangenen Sonntag auf den Lubolzer Sportplatz gekommen waren, sahen Abstiegskampf pur. Immerhin wollte sich der VfB auswärts nicht verstecken und gab schon nach drei Minuten einen frühen Warnschuss ab, als der aufgerückte Marius Konczak die Freistoßflanke von Jonas Peschel per Direktabnahme auf den Kasten knallte, der gegnerische Keeper aber zur Stelle war. Danach verflachte die Partie allerdings erst einmal, ehe die Heimischen gut zwanzig Minuten darauf ebenfalls ihre erste dicke Chance hatten, doch Erik Blomberg zeigte am Boden eine starke Reaktion und konnte den Ball zur Ecke blocken. Nach dem Remis gegen Hörlitz in der Vorwoche war bei den Blau-Weißen die Anspannung offenbar groß und so unterliefen ihnen zahlreiche Fehler im Spielaufbau. So bekam Denny Kittner nach einem katastrophalen Querpass der Gastgeber plötzlich die große Gelegenheit zum Führungstreffer quasi auf dem Silbertablett serviert, doch der Stürmer zeigte unter Bedrängnis eines zurückgeeilten Verteidigers Nerven, schloss überhastet ab und scheiterte letztlich am herausstürzenden Schlussmann. Die finalen Minuten von Hälfte eins gehörten dann klar den Blau-Weißen, die nun sehr viel zwingender daherkamen, aber Erik Blomberg konnte sein Team gleich mehrfach vor dem drohenden Rückstand bewahren. Mit der gelb-roten Karte gegen Florian Mietusch ganze vier Minuten nach Wiederbeginn wurden die Gastgeber im Bemühen um mehr Druck dann jäh ausgebremst und der VfB übernahm nun mehr und mehr die Kontrolle im Mittelfeld. Notgedrungen musste Lubolz jetzt defensiver agieren und setzte bewusst auf schnelles Konterspiel, was den Gastgebern in der 68. Spielminute auch tatsächlich die Führung einbrachte. Standardschütze Marco Köllner probierte es einfach mal mit einem Distanzschuss und der VfB hatte zunächst noch das nötige Fortune, dass dessen Kracher lediglich ans Torgestänge ging. Weil die Klettwitzer anschließend aber nicht in der Lage waren, die Situation ausreichend zu klären, nutzte der eingewechselte Oliver Studier sogleich die Chance zum Nachschuss und hämmerte den Ball aus über 20 Metern ins Netz. Das schwache Spiel schien damit bereits entschieden, denn der VfB erweckte nicht den Eindruck, ein probates Mittel gegen die tief stehenden Gastgeber, die nur noch irgendwie den Sieg über die Zeit bringen wollten, parat zu haben. Doch in den Schlussminuten, als man rein gar nichts mehr zu verlieren hatte, setzten die Kletttwitzer alles auf geballte Offensive und waren damit, wie schon in der Vorwoche gegen Missen, erfolgreich. Nach einem Einwurf machte Sebastian Schneider das Spiel bewusst schnell und spielte das Leder geschickt zwischen zwei gegnerischen Verteidigern hindurch, so dass Toni Piatkowski geradewegs zur Grundlinie marschieren und den Ball dann mustergültig in den Rückraum legen konnte, wo Marius Konczak im Duell mit Martin Lehmann irgendwie die Fußspitze an die Kugel brachte und das Spielgerät somit zum Ausgleich über die Linie bugsierte. Beinahe hätten die Lila-Weißen in der Nachspielzeit sogar noch den Last-Minute-Sieg davongetragen, doch der vermeintliche Treffer von Denny Kittner resultierte nach Meinung des Schiedsrichtergespannes aus einer Abseitsstellung heraus. Am Ende stand somit ein gerechtes Remis nach einer unterdurchschnittlichen Kreisligapartie.

VfB: E. Blomberg – M. Konczak, F. Wernicke, S. Schneider – A. Lehnigk, J. Peschel, P. Fischer, F. Lehnigk, T. Piatkowski – D. Kittner, M. Goszczak

     VfB Klettwitz 1913                2       :       4                TSV Missen    

Das Tor zum 2:3 im Video

Im Nachholspiel kamen beide Teams nur schwer in die Gänge, wobei die Gäste in der Anfangsphase noch den etwas besseren Eindruck hinterließen, weil sie es exzellent verstanden, schon kleinste Patzer des VfB in eigene Torchancen umzumünzen. Mit dem ersten gut vorgetragenen Angriff, der in Minute 18 von Marius Konczak abgeschlossen wurde, übernahmen die Lila-Weißen jedoch das Kommando und erspielten sich in der Folge gleich mehrere gute Gelegenheiten. Zugleich boten die Klettwitzer in der Defensive aber auch immer wieder offene Räume, welche die Gäste praktisch zum Kontern einluden. So musste Marius Konczak in der 33. Minute den Schnellangriff über die linke Seite per Foulspiel unterbinden und der TSV nutzte den anschließenden Freistoß dann zum Torerfolg. Marco Hertrampf servierte dabei die Kugel nahezu von der Seitenlinie mit viel Schnitt vor den Klettwitzer Kasten und Gordon Handt verlängerte den Flugball mit der Fußspitze genau ins kurze Eck, so dass Erik Blomberg im VfB-Tor keine Abwehrchance mehr hatte. Danach verlor der VfB dann so richtig den Faden und konnte nicht mehr an das bis dato recht ansehnliche Offensivspiel anknüpfen, so dass die Halbzeitpause gerade recht kam, um sich wieder neu zu formieren. Sofort nach Seitenwechsel schienen die Lila-Weißen auch schnell zurück in die Spur zu finden, wenn auch der erste Versuch noch rechtzeitig zur Ecke geblockt werden konnte. Doch auch der TSV blieb brandgefährlich und hatte wenig später durch Alexander Bronk sogar die weitaus bessere Einschussgelegenheit, die Erik Blomberg nur mit einer sensationellen Parade noch vereiteln konnte. Der VfB kam dem Ausgleich dann bereits sehr nahe, als Andreas Münchs Schuss nach gut einer Stunde das Außennetz touchierte, doch in der 64. Minute zogen die Gäste schließlich auf zwei Tore davon. Zwar reklamierten die Klettwitzer beim Pass auf den Torschützen vehement auf eine Abseitsstellung, doch weil die Fahne des Assistenten unten blieb, hatte Gordon Handt plötzlich freie Bahn zum Tor und verwandelte im eins gegen eins traumhaft sicher. Weiterhin berannten die Klettwitzer nun das gegnerische Gehäuse, mussten nach einem herrlich schnörkellos vorgetragenen Schnellangriff, den wiederum Gordon Handt humorlos vollstreckte, aber sogar noch das 0:3 hinnehmen. Erst in dieser scheinbar aussichtslosen Situation spielten die Lila-Weißen in der Schlussviertelstunde noch einmal unbeschwert auf und starteten nun die nahezu unmögliche Aufholjagd. Während beim Torschuss von Sebastian Schneider sich ein gegnerischer Verteidiger noch gekonnt in die Schussbahn warf und somit das Spielgerät aus der Gefahrenzone köpfen konnte, so stand beim Freistoß von Chris Meyer lediglich noch die Querlatte dem Klettwitzer Torjubel im Weg, ehe Franz Lehnigk acht Minuten vor Schluss aus spitzem Winkel dann doch endlich der Anschlusstreffer gelang. Die Hoffnungen des VfB auf einen Punktgewinn erhielten in der 89. Minute noch einmal neue Nahrung, als Sebastian Schneider, nach Pass von Franz Lehnigk und finaler Vorlage von Andreas Münch, mit trockenem Abschluss ins rechte untere Toreck auf 2:3 verkürzte. Nun ging der VfB natürlich volles Risiko, doch dieses Mal sollte die Aufholjagd ohne Happyend bleiben, nicht zuletzt, weil Missens Marco Hertrampf in der letzten Sekunde mit dem 2:4 alle Zweifel am Sieg des TSV ausräumte.

VfB: E. Blomberg – M. Konczak, M. Noack, S. Schneider – C. Meyer, J. Peschel, P. Fischer, F. Lehnigk, A. Lehnigk (55. D. Kittner), T. Piatkowski (72. T. Brüllke) – A. Münch

     VfB Klettwitz 1913             2      :      2             1. SV Lok Calau II    

Der 2:2-Ausgleich im Video

Die Kontrahenten starteten äußerst verhalten in diese so richtungsweisende Partie und so mussten sich die Zuschauer im Stadion am Windpark bis zur ersten gelungenen Kombination gut zehn Minuten in Geduld üben. Dann aber witterte Paul Fischer sofort die günstige Gelegenheit und steckte den Ball blitzschnell zu Toni Fiedler durch, dessen Anspiel auf Sturmkollege David Prasse jedoch einen Augenblick zu spät kam, so dass ein Calauer Verteidiger dazwischen spritzte und die Möglichkeit schließlich vertan war. Etwa zehn Minuten danach initiierte erneut Paul Fischer den Angriff, diesmal mit einer langen Flanke. Doch der mutmaßliche Empfänger Sebastian Schneider verschätzte sich am langen Pfosten derart, dass auch diese Chance ungenutzt blieb. Calau agierte derweil im Rahmen seiner Möglichkeiten und ging nach 31 Minuten etwas überraschend in Führung. Allerdings wurde der Treffer wieder einmal durch einen kapitalen Stellungsfehler der lila-weißen Hintermannschaft begünstigt, so dass Torschütze Robert Hartmann in zentraler Position plötzlich freie Bahn zum Tor hatte und Florian Wernicke dessen Schuss zudem auch noch unhaltbar für VfB-Keeper Denny Kittner abfälschte. Glücklicherweise verfielen die Lila-Weißen nicht in Panik und setzten weiterhin auf präzises Passspiel, was sich bereits sechs Minuten später bezahlt machte. Franz Lehnigk suchte den überraschenden Pass in die Spitze und fand schließlich Toni Fiedler, der im gegnerischen Strafraum nur noch mit unfairen Mitteln am Torabschluss gehindert werden konnte, so dass es folglich Strafstoß gab. VfB-Kapitän Franz Lehnigk schickte Lok-Keeper Stefan Richter klassisch ins falsche Eck und konnte vom Punkt aus egalisieren. Der Ausgleichstreffer gab den Klettwitzern zusätzlich Auftrieb, sofort überzeugten die Lila-Weißen mit mehr Zug zum Tor und verzeichneten bis zur Pause noch einige brauchbare Abschlüsse. Die VfB-Elf wollte den Rückenwind selbstverständlich mit in Hälfte zwei nehmen und das Unternehmen Heimsieg wäre für die Lila-Weißen vermutlich einfacher gewesen, hätte man sich nicht sofort nach Wiederbeginn einen neuerlichen Fauxpas erlaubt. Die Calauer versuchten es diesmal über ihre rechte Angriffsseite und weil Michael Noack einer seiner eher seltenen Fehler unterlief, als er im Zweikampf den Ball verpasste und somit den Gästen die Flanke überhaupt erst ermöglichte, kam Robin Littmann am langen Pfosten zum Zuge und war schließlich im Nachschuss zum 1:2 erfolgreich, nachdem Denny Kittner den ersten Versuch noch reflexartig hatte abwehren können. Doch auch vom zweiten Rückstand ließen sich die Klettwitzer nicht unterkriegen, zeigten nur wenig später eine passende Reaktion und schafften in der 64. Spielminute den abermaligen Ausgleich. Ein Einwurf von Franz Lehnigk brachte den mittlerweile offensiver agierenden Sebastian Schneider an den Ball, der dank geschickter Mitnahme gleich zwei gegnerische Verteidiger versetzte und damit in den Strafraum gelangte, wo er zudem noch den Blick für den mitgelaufenen David Prasse hatte und uneigennützig ablegte, so dass der Torjäger direkt abziehen konnte und die Kugel aus elf Metern unhaltbar im Tor versenkte. In den folgenden Minuten hatte David Prasse dann gleich noch eine weitere Gelegenheit auf dem Fuß, doch dieses Mal fehlte die nötige Präzision. Spätestens mit der gelb-roten Karte gegen den Calauer Abwehrchef Andreas Liebegall nach 71 Minuten ging der VfB dann endgültig zur Schlussoffensive über. Zehn Minuten vor dem Ende spielten sich die Klettwitzer nach Doppelpass zwischen Toni Piatkowski und Sebastian Schneider über links eine richtig dicke Möglichkeit heraus, der Schuss von Toni Piatkowski strich aber, trotz zuvor nahezu perfekter Ballbehandlung, letztlich deutlich über den Kasten. Klettwitz erhöhte noch einmal den Druck, um das entscheidende Tor doch noch zu erzwingen und hatte drei Minuten vor Spielende die wohl beste Siegchance auf dem Fuß, als Toni Fiedler nach erneut starker Vorarbeit von Franz Lehnigk lediglich den Pfosten traf. Somit trennten sich beide Teams im allerersten Vergleich remis, wobei der VfB, insbesondere aufgrund der überlegenen Schlussphase, sich wohl nicht so recht über den einen Punkt freuen konnte.

VfB: D. Kittner – M. Konczak, M. Noack, S. Schneider – F. Wernicke, A. Lehnigk, P. Fischer, F. Lehnigk, T. Piatkowski – T. Fiedler, D. Prasse

     FSV Empor Hörlitz            3       :       0            VfB Klettwitz 1913    

Das Nachbarschaftsduell begann zunächst auf Augenhöhe und ohne großes taktisches Geplänkel, denn beide Seiten wollten sofort offensiv zum Zuge kommen und den Gegner frühzeitig überrumpeln. Nach etwa einer Viertelstunde erarbeiteten sich die Gastgeber dann erste Vorteile im Spiel und kamen in regelmäßigen Abständen auch zu nennenswerten Abschlüssen. Erst unterschätzten die Lila-Weißen eine tückische Flanke und gaben somit Marcel Berndt im Rücken der Abwehr die Chance zum druckvollen Kopfball, den Denny Kittner jedoch reaktionsschnell parieren konnte. Kurz darauf hatten die Gäste noch weitaus mehr Glück, nicht in Rückstand zu geraten, denn der Schuss des FSV-Torjägers klatschte nach einem fatalen Abwehrfehler der Klettwitzer an den Pfosten. In Minute 28 brachte dann erneut ein unangenehmer Flankenball die Abwehr der Lila-Weißen in Bedrängnis, als Andreas Berndt die Kugel genau in den Lauf von Florian Noack servierte, und da sich Michael Noack im anschließenden Zweikampf alles andere als clever anstellte, gab es folglich Strafstoß für die Gastgeber, den Marcel Berndt zur Führung nutzte. Der VfB versuchte darauf eine wirkungsvolle Antwort zu finden und wäre zwei Minuten danach fast schon wieder zum Ausgleich gelangt. Nach einem Eckball von Jonas Peschel schraubte sich der großgewachsene Chris Meyer im Hörlitzer Fünfmeterraum in die Höhe und scheiterte letztlich nur, weil Empor-Keeper Schulze ganz hervorragend reagierte und der Klettwitzer aufgrund seines zu energischen Nachsetzens gegen den Schlussmann schließlich zurückgepfiffen wurde. Dies sollte jedoch die einzige gute Szene bis zum Pausenpfiff bleiben, denn anstatt die entsprechenden Freiräume im Mittelfeld zu suchen, wollte man ein ums andere Mal mit dem Kopf durch die Wand, so dass der Ball vielfach schon früh wieder verloren ging und der Gegner mit reinem Konterspiel weitaus effektiver daherkam als die Lila-Weißen. Den angestrebten Neustart im Klettwitzer Spiel torpedierten die Gastgeber vier Minuten nach Wiederbeginn mit dem Treffer zum 2:0, welcher abermals aus einer Standardsituation entsprang. Allerdings wirkten die Lila-Weißen im Defensivverhalten auch deutlich zu ungeordnet und bekamen einfach keinen Zugriff auf Ball und Gegner, so dass das Leder quer durch den Strafraum segelte und René Gondro letztlich einnetzte. In der Folge fanden die Gäste kaum ein Mittel, irgendwie den Anschlusstreffer zu erzwingen, so dass ihnen die Zeit förmlich davonlief und den Hörlitzern ein sehr einfach strukturiertes Spiel genügte, um das Resultat sicher zu verwalten. Schließlich begünstigte ein unsauberer Ballkontakt eine Viertelstunde vor Ende sogar das 3:0 durch Eric Bellaseus, der den Ball locker ins Netz chipte. Erst danach sahen die Zuschauer noch einmal so etwas wie ein Aufbäumen der Klettwitzer, denen nach einer über weite Strecken enttäuschenden Vorstellung jedoch kein Treffer mehr gelang.

VfB: D. Kittner – A. Lehnigk, M. Noack, S. Schneider – C. Meyer, F. Wernicke, P. Fischer, J. Peschel, T. Piatkowski – A. Münch, M. Goszczak

     VfB Klettwitz 1913 II        4     :     3        SpG Tettau/Frauendorf II    

Die Gäste aus dem Süden erwischten zunächst einmal den besseren Start und nutzten, als der VfB sich noch in der Findungsphase befand, gleich die erste gute Situation zur Führung. Nach gut einer Viertelstunde nahm das Offensivspiel der Lila-Weißen aber endlich Fahrt auf und Marcel Girndt veredelte die Vorarbeit von Toni Piatkowski zum schnellen Ausgleichstreffer. Ein Missverständnis in der Defensive der Gäste führte dann zum 2:1 durch René Rohr und nach klarem Foul an Alexander Krahl erhöhte Mittelfeldstratege René Rohr kurz vor der Pause vom Strafstoßpunkt sogar auf 3:1. Als kurz nach dem Seitenwechsel auch noch Alexander Krahl zum 4:1 traf, schien der VfB-Erfolg eigentlich schon sicher, doch die Gäste kamen aufgrund einiger Nachlässigkeiten der Klettwitzer gegen Spielende noch einmal bis auf ein Tor heran, konnten der VfB-Reserve ihren dritten Sieg in Folge letztlich aber nicht mehr streitig machen. Somit gehen die Lila-Weißen gestärkt ins Derby bei Askania Schipkau am kommenden Samstag und werden dort alles geben, um wie im Vorjahr den großen Favoriten etwas zu ärgern.

 

VfB II: D. Schetterer – T. Netzker, S. Peipe, S. Meißner (T. Brüllke) – M. Miersch, S. Schneider (P. Böhm), R. Rohr, T. Piatkowski – A. Krahl, M. Girndt (S. Leisner)

     SV Grün-Weiß Annahütte          2     :     2          VfB Klettwitz 1913    

Das 0:1 im Video

Das 2:2 im Video

Bei allerbestem Fußballwetter erlebten die weit über hundert Zuschauer ein kämpferisch geführtes aber jederzeit absolut faires Pößnitztalderby, das diesmal bis zur letzten Sekunde Spannung bot. Zweifelsfrei gehörten die Anfangsminuten dabei den Gastgebern, die zuvor den beiden Spitzenteams aus Groß Beuchow und Peickwitz jeweils einen Zähler abringen konnten und somit reichlich Selbstbewusstsein getankt hatten, während die Lila-Weißen nach zuletzt zwei Pleiten ohne eigenen Treffer zunächst mal bemüht waren, wirksam dagegenzuhalten und einen frühen Rückstand zu vermeiden. Nach circa zwanzig Minuten nahm das emotionsgeladene Derby dann so richtig Fahrt auf, als zuerst mal die Gastgeber zwei grandiose Torgelegenheiten hatten, bevor wenig später auch der VfB effektiv zum Abschluss kam. In der Folge setzten sich die Gäste dann sogar kurzzeitig in der gegnerischen Hälfte fest und gingen in Minute 28 nicht ganz unverdient in Führung. Aus zentraler Position beförderte Franz Lehnigk einen Freistoß als Flugball geradewegs vor das Annahütter Tor, der sich kurz vor Torwart Robert Liebe tückisch senkte, so dass dieser den Ball prallen lassen musste und die Kugel danach unkontrollierbar durch den Strafraum flipperte, so dass Andreas Münch im Nachsetzen einnetzen konnte. Der VfB hatte sich mit der Führung in eine exzellente Ausgangsposition gebracht, doch dann zerstörte ausgerechnet der Schiedsrichter vorerst mal alle Hoffnungen auf den ersten Derby-Auswärtssieg seit Jahren, als er nach einem eigentlich harmlos erscheinendem Zusammenprall zwischen Florian Wernicke und Markus Penz abseits des Balles zum Entsetzen der Klettwitzer auf Elfmeter für Grün-Weiß entschied. Christian Jahn nahm dieses Geschenk natürlich dankend an und glich die Partie nur vier Minuten nach dem 0:1 wieder aus. Doch noch war der erste Spielabschnitt nicht vorüber und Annahütte riss nach dem Erfolgserlebnis nun noch einmal die Initiative an sich. 120 Sekunden waren noch zu gehen, da verlagerten die Gastgeber das Geschehen geschickt von der rechten Seite aus ins Zentrum. Die Klettwitzer versuchten zwar noch die vertikalen Passwege effektiv zuzustellen, doch vergebens. Mit etwas Glück fand Enrico Wähner doch die Lücke und so gelangte das Spielgerät schließlich auf halblinks, wo der agile Florian Schulz zunächst Jonas Peschel das Nachsehen gab, um dann den Ball gekonnt per Flachschuss diagonal im langen Eck zu versenken. Annahütte wähnte sich nun auf Kurs Heimsieg und hatte offenbar nicht mit der unbändigen Moral der Lila-Weißen gerechnet, die ihrerseits schon in der darauffolgenden Spielminute zurückschlugen. Diesmal wurde Toni Fiedler auf der rechten Außenbahn gesucht und dessen Maßflanke verwertete Andreas Münch mit einem wuchtigen Kopfball in die Maschen, so dass Torwart Liebe nur noch staunen konnte. Im zweiten Durchgang wollten sich die Grün-Weißen natürlich beizeiten die Führung zurückholen und brachten für dieses Unterfangen sukzessive frische Offensivkräfte in die Partie. Allerdings gelang es selbst dadurch nicht, signifikant höhere Spielanteile zu erwirken oder gar bessere Chancen herauszuspielen. Ab der 70. Minute gingen beide Mannschaften dann ein spürbar höheres Risiko und lieferten sich bis zum Spielende eine Art offenen Schlagabtausch. Zunächst hatten die Gastgeber gleich mal eine Doppelchance zum 3:2, als VfB-Keeper Denny Kittner gegen Alexander Römer zwar gut parieren konnte, der Ball anschließend jedoch genau an Joker Patrick Paul abprallte und somit erneut in Richtung VfB-Tor trudelte. Schließlich gelang es aber der VfB-Abwehr mit vereinten Kräften die brenzlige Situation zu klären. Für die Lila-Weißen galt es nun, wieder mehr Präsenz zu zeigen. Erst hatte Andreas Münch bereits seinen dritten Treffer auf dem Fuß, konnte beim Abschluss aber so gerade noch geblockt werden. Zudem sprang in einer der darauffolgenden Szenen Markus Penz im eigenen Strafraum der Ball an den Arm, was der Referee allerdings nicht als strafstoßwürdig bewertete. Die packende Schlussphase eröffnete beiden Teams dann perfekte Kontermöglichkeiten, um den Sieg doch noch davonzutragen. Erst vereitelte Denny Kittner mit starker Fußabwehr den Treffer von Markus Penz. Im Gegenzug vergab Max Goszczak mit zu überhastetem Abschluss leichtfertig. In der Nachspielzeit hatte Grün-Weiß per Freistoß schließlich die Last-Minute-Gelegenheit, doch die Klettwitzer köpften den Ball quasi mit dem Schlusspfiff von der eigenen Torlinie und das Derby blieb diesmal ohne Sieger.

VfB: D. Kittner – F. Wernicke, M. Noack, S. Schneider – J. Peschel, C. Meyer, P. Fischer (70. M. Goszczak), F. Lehnigk, T. Piatkowski (59. A. Lehnigk) – A. Münch, T. Fiedler

Unterkategorien

   
© vfbklettwitz.de
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok