VfB Klettwitz 1913       2     :     1       SV Grün-Weiß Annahütte    

Dank einer couragierten Leistung in Hälfte eins und einem kämpferisch beeindruckenden Auftritt sowie der dazugehörigen Portion Glück im zweiten Durchgang konnte der VfB im Gemeindederby einen immens wichtigen Sieg erringen. Die Lila-Weißen traten diesmal nahezu in Bestbesetzung an und erwischten geradezu einen Traumstart in die Partie. Vom Anpfiff weg waren die Klettwitzer präsent, überrumpelten den Gegner mit überfallartigem Spiel über die Flügel und bereits beim allerersten Abschluss zappelte das Leder im Netz. In der 6. Spielminute gelangte der Ball zunächst einmal auf die rechte Außenbahn, wo Toni Fiedler den gezielten Pass zur Grundlinie wählte und Sebastian Schneider damit in Spiel brachte, so dass dieser aus vollem Lauf in den Rückraum ablegen konnte. Zwar verpasste Marius Konczak im Zentrum die scharfe Eingabe zunächst, doch der hinter ihm lauernde Andreas Münch erwischte die Kugel dafür perfekt und verwandelte eiskalt. Annahütte schien sichtlich überrascht vom forschen Auftreten des Gastgebers und versuchte irgendwie im Spiel Fuß zu fassen, doch ihre vorerst einzige Gelegenheit entsprang einem ruhenden Ball. Grundsätzlich kannte das Spiel aber weiterhin nur eine Richtung. Erst touchierte ein Kopfball von David Prasse das Außennetz, fünf Minuten darauf wurde Sebastian Schneider im Strafraum von Martin Rodewald von den Beinen geholt und es gab Strafstoß. Allerdings bügelte der Keeper seinen Fehler bravourös wieder aus, indem er den Elfmeter von Franz Lehnigk parierte. Die Klettwitzer ließen sich dadurch aber kaum beeindrucken und probierten es weiterhin mit temporeichen Aktionen. So auch in Minute 20, als Sebastian Schneider nach Vorlage von Franz Lehnigk nur knapp den gegnerischen Kasten verfehlte. Der zweite Treffer der Lila-Weißen lag also buchstäblich in der Luft und wurde vier Minuten darauf dann Realität. Dieses Mal fand der VfB den Weg zum Tor sogar durchs Zentrum und löste die Situation nahezu genauso raffiniert wie beim ersten Treffer. Jonas Peschel hätte nämlich bereits selbst abschließen können, doch er legte noch einmal uneigennützig auf Andreas Münch ab, der die Kugel auf direktem Weg in den Annahütter Kasten beförderte. Die Gäste schienen nun allmählich aufzuwachen und hatten nach gut einer halben Stunde mal wieder eine veritable Möglichkeit aus einer Kontersituation heraus, doch Erik Blomberg war gegen den Flachschuss von Frenzel zur Stelle. Der VfB hatte in der Anfangsphase das Gaspedal dauerhaft am Anschlag, nun zeigten sich erste Ermüdungserscheinungen und man konnte den Gegner nicht mehr so aggressiv bespielen wie zu Beginn der Partie. Kurz vor der Pause gab es aber noch einmal die Doppelchance zum Erhöhen, allerdings scheiterte Sebastian Schneider zunächst an der starken Fußabwehr von Rodewald, während der Nachschuss von Marius Konczak dann zur Ecke abgefälscht wurde. Es war klar, dass Grün-Weiß nach dem Seitenwechsel noch einmal alle Kräfte mobilisieren würde und Patrick Paul vergab nach mustergültiger Eingabe von Alexander Krüger die Riesengelegenheit zum Anschluss, als er den Ball denkbar knapp am Tor vorbei setzte. Nur wenige Momente später ließen die Gäste die nächste gute Situation ungenutzt verstreichen. Als es dann auch noch für Kapitän Franz Lehnigk nicht mehr weiterging und die Lila-Weißen somit wechseln mussten, übernahm Annahütte endgültig die Hoheit im Mittelfeld. Schließlich konnten die Gäste nach 66 Minuten mit einem Freistoß aus etwas größerer Entfernung, den Markus Penz mit brillanter Schusstechnik knapp neben den Pfosten in die Maschen zirkelte, VfB-Keeper Erik Blomberg erstmals überwinden. Es schien, als wäre nun der Bann bei den Grün-Weißen endgültig gebrochen und das Ausgleichstor nur noch eine Frage der Zeit. Doch genau diese lief den Gästen jetzt rapide davon, denn der VfB stemmte sich mit aller Kraft dagegen. Entlastung gelang den Lila-Weißen, die jetzt vor allem defensiv stark gebunden waren, nur sporadisch. Die Lage für den VfB verschärfte sich zehn Minuten vor Schluss sogar noch einmal, als Toni Fiedler nach einer Unbeherrschtheit die Rote Karte sah. Diese Situation setzte aber noch einmal ungeahnte Kräfte frei, so dass die Heimischen in den Schlussminuten mit unglaublicher Intensität weiter um jeden Ball kämpften und dabei bis an die Schmerzgrenze und bisweilen sogar darüber hinaus gingen, um das Ergebnis zu verteidigen. Ein Unterfangen, welches mit der finalen Glanztat von Erik Blomberg in der Nachspielzeit schließlich auch von Erfolg gekrönt war. Letztendlich verdiente sich jene Mannschaft an diesem Tag den Derbysieg, die das Quäntchen mehr an Einsatz und Leidenschaft an den Tag legte und sich anschließend auch gebührend dafür feiern lassen durfte.

VfB: E. Blomberg – M. Noack – M. Konczak, C. Meyer, A. Krahl – T. Fiedler, J. Peschel, F. Lehnigk (57. F. Wernicke), D. Prasse – A. Münch (90. T. Piatkowski), S. Schneider (88. P. Fischer)

     SV Wacker Schönwalde         2       :       1         VfB Klettwitz 1913    

Spiele auf des Gegners Platz bleiben vorerst weiterhin die akute Problemzone der Lila-Weißen. So bedeutete das 1:2 bei Wacker Schönwalde am vergangenen Wochenende bereits die vierte Auswärtsniederlage in Serie. Dabei hatte das Team von Trainer René Rohr, analog zum Spiel in Calau vor zwei Wochen, erneut eine frühe Führung inne und somit eigentlich ideale Voraussetzungen auf einen positiven Spielverlauf geschaffen. Denn Kapitän Franz Lehnigk brachte die Klettwitzer, in einer Phase, als der Gegner noch nicht so recht zu seinem eigenen Spiel gefunden hatte, nach gut zwanzig Minuten in Front. In der Folge steigerte sich der Absteiger aus der Kreisoberliga zwar, konnte bis zur Pause aber lediglich Halbchancen verzeichnen, so dass die Gästeabwehr bis dato nicht ins Schwimmen kam und die Klettwitzer den knappen Vorsprung diesmal sogar mit in die Kabine nehmen konnten. Nach Seitenwechsel änderte sich das Spielgeschehen dann aber gravierend. Die Mannschaft des Gastgebers agierte konzentrierter und setzte den VfB entscheidend unter Druck. Folge war der schnelle Ausgleich durch Wacker-Torjäger Miroslav Veselov, der auf Vorlage von Fabian Wittenberg damit bereits seinen 14. Saisontreffer markierte. Wacker war nun klar am Drücker, während die Lila-Weißen verbissen darum kämpften, wenigstens den einen Zähler zu ergattern. Gleich zweimal verhinderte VfB-Keeper Erik Blomberg mit fast schon sensationellen Paraden gegen den nimmermüden Veselov den Rückstand, zudem machte er auch noch die darauffolgende Chance von Kevin Schulz zunichte. Doch aller Einsatz war letztendlich vergebens, denn Wacker gelang unter Dauerdruck vier Minuten vor Ultimo doch noch der siegbringende Treffer zum 2:1, für den wiederum Fabian Wittenberg die Vorarbeit lieferte und welchen ausgerechnet der in dieser Spielzeit bislang noch nicht als Torschütze in Erscheinung getretene Tobias Schäfer erzielte, der sich anschließend somit gleich mal als Matchwinner feiern lassen konnte. Der VfB verpasste es damit einmal mehr, sich für die eigene Leistung entsprechend mit Punkten zu belohnen. Ein gefühlter Dauerzustand, der sich beinahe wie ein roter Faden durch die gesamte Saison hindurchzieht und der die Lila-Weißen in Summe nun schon satte neun Punkte gekostet hat.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, F. Wernicke – A. Lehnigk, C. Meyer, P. Fischer, F. Lehnigk, T. Piatkowski – A. Münch, S. Schneider

     VfB Klettwitz 1913      2      :      2      SV Grün-Weiß Lübben II    

Ein unterhaltsames Spiel mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten sahen die Zuschauer im Stadion am Windpark. Bereits frühzeitig sah zwar alles danach aus, als könnten die Gäste ihrer Favoritenrolle auch gerecht werden, denn die zuletzt so spielstarke Brandenburgliga-Reserve beherrschte schon beizeiten das Mittelfeld und bestimmte das Tempo fast nach Belieben. Auch in puncto Chancenverwertung zeigte sich der Gegner auf einem guten Level, so konnten die Grün-Weißen bereits ihre zweite Möglichkeit in der 10. Spielminute zum Führungstor nutzen. Allerdings sah die VfB-Abwehr beim 18-Meter-Flachschuss von Lübbens Top-Torjäger Martin Würfel auch alles andere als gut aus. Der Treffer gab Lübben weiter Auftrieb und es dauerte eine halbe Ewigkeit bis zum ersten richtigen Abschluss des VfB, den Toni Piatkowski aber freistehend vergab. Besser machten es da die Gäste nach gut einer halben Stunde, denn Andreas Kozur nagelte einen Freistoß zum etwas überraschenden 0:2 genau ins linke Kreuzeck. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der VfB nach guter Kombination zwischen Franz Lehnigk und Paul Fischer aber noch einmal Gelegenheit, wieder aufzuschließen, doch Toni Fiedler verzog letztlich. In der Pause hatte VfB-Trainer René Rohr sein Team noch einmal neu eingeschworen und der VfB zeigte nach dem Wechsel deutlich mehr Mut, während die Gäste das Spiel jetzt etwas laufen ließen und somit die absolute Kontrolle aus der Hand gaben. Fast folglich gelang den Klettwitzern nur sieben Minuten nach Wiederbeginn der Anschlusstreffer, als Sebastian Schneider, nach Vorarbeit von Marius Konczak, im Nachsetzen erfolgreich war. Die Lila-Weißen hatten nun Lunte gerochen, blieben auch weiterhin im Angriffsmodus und schafften es in der 63. Minute tatsächlich, das Spiel auszugleichen. Wegbereitend für den Treffer war ein gewonnener Zweikampf von Franz Lehnigk im Mittelfeld, der nach Ballgewinn sofort den schnellen Gegenangriff startete und mit gestochen scharfem Pass wiederum Sebastian Schneider bediente, der schließlich aus zwölf Metern sehenswert ins lange Eck vollendete. Nur zehn Minuten darauf hatte der VfB dann die große Chance, die Partie sogar komplett zu drehen. Toni Piatkowski spielte den Pass in den Lübbener Strafraum auf den startenden Sebastian Schneider, der allerdings von seinem Gegenspieler zunächst gehalten und schließlich auch noch am Fuß getroffen wurde, so dass es unweigerlich Elfmeter geben musste. Doch Lübbens Torwart Fabian Kopsch hatte die Ecke geahnt und konnte somit den halbhoch geschossenen Strafstoß von Franz Lehnigk parieren. Die Lila-Weißen waren gewillt, trotz des Fehlschusses weiter auf das Siegtor zu spielen, doch nach der intensiven Aufholjagd fehlte es den Klettwitzern gegen Spielende dann doch etwas an Kraft und Genauigkeit, um den gut organisierten Gegner noch in die Knie zu zwingen. Aufgrund einer beherzten zweiten Hälfte konnte man aber zumindest einen Teilerfolg erkämpfen.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, M. Konczak – S. Scholl (62. A. Lehnigk), C. Meyer, P. Fischer (69. A. Krahl), F. Lehnigk, T. Piatkowski – T. Fiedler, S. Schneider

     SV Calau            2       :       1             VfB Klettwitz 1913    

Auswärts hinkt der VfB weiter meilenweit den eigenen Ansprüchen hinterher. Am vergangenen Wochenende unterlagen die Lila-Weißen sogar beim Tabellenvorletzten SV Calau, der in den sieben Spielen zuvor keinen dreifachen Punktgewinn mehr feiern konnte und auf eigenem Rasen bislang noch gänzlich sieglos war. Dabei hatten die Klettwitzer über weite Strecken eigentlich eine recht solide Partie geboten und konnten zwischenzeitlich sogar eine Führung für sich beanspruchen. Nach kurzer Anlaufphase, in der sich beide Mannschaften erst einmal an den jeweiligen Gegner herantasteten, waren es zunächst auch die Gäste, die den direkten Weg zum Erfolg suchten. So war David Prasse in Minute zehn schon der kompletten Calauer Abwehr entwischt und im Alleingang zum gegnerischen Tor unterwegs, als ihm ein zurückgeeilter Verteidiger so gerade noch den Ball ablaufen und somit das fast sichere 0:1 verhindern konnte. Nur eine Minute darauf gelang es den Klettwitzern dann aber, die Führung im Spiel zu übernehmen. Wiederum behauptete David Prasse auf links das Leder stark und steckte das Spielgerät anschließend schön auf Marius Konczak durch, der mit einem ansatzlosen Flachschuss ins kurze Eck dem Keeper keine Abwehrchance ließ. Calau wurde im Bemühen um Torchancen nun etwas offensiver, doch die Lila-Weißen gaben der Heimelf durch geschicktes Verschieben wenig Gelegenheit, effektiv abzuschließen und wenn der Ball doch einmal durch die Abwehrkette hindurch kam, waren zumeist Michael Noack oder Erik Blomberg zur Stelle und die Gefahr war gebannt. Zudem gelang es den Klettwitzern immer wieder gut, schnell in den Gegenangriff umzuschalten. Vor allem Jonas Peschel und Sebastian Schneider sorgten mit ihrer Agilität auf den Außenbahnen immer wieder dafür, dass sich den Gästen entsprechende Räume öffneten und man auch weiterhin zu passablen Torabschlüssen kam. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs ging dem VfB die bis dato vorhandene Stabilität in der Defensive etwas verloren, so dass Calau über einen längeren Zeitraum hinweg Druck aufbauen konnte, während die Lila-Weißen es in dieser Phase nicht schafften, den Ball kontrolliert aus der Gefahrenzone zu bringen. So war das Ausgleichstor von Philipp Stolarski nach einem Fehler im Abwehrzentrum die fast schon logische Konsequenz. Es dauerte bis nach der Pause, ehe der VfB wieder in Tritt kam und durch Andy Münch die erste Möglichkeit nach Seitenwechsel hatte. Doch sein Versuch strich ebenso knapp am Kasten vorbei, wie der von Marius Konczak kurz darauf. Auch in der Folge ging bei den Lila-Weißen im Mittelfeld deutlich mehr zusammen und man erspielte sich so sukzessive Chancen. Aber selbst beste Versuche, wie der Freistoß von Jonas Peschel aus zentraler Position, den Calaus Torwart nur unzureichend entschärfen konnte, sowie der Nachschuss von Andy Münch, der aus kurzer Entfernung ebenfalls am gut reagierenden Schlussmann scheiterte, oder aber der darauffolgende Schuss von Sebastian Schneider fanden nicht den Weg ins Tor. Zumindest auf ein Remis konnte der VfB aber zurecht zuversichtlich sein, erst recht als Calaus Tobias Künzel in der Schlussminute nach wiederholter Motzerei in Richtung des Unparteiischen mit gelb-roter Karte vom Feld musste. Zugegebenermaßen eine Entscheidung, die schon seit gut 25 Minuten überfällig erschien. Schließlich sorgte der Schiedsrichter mit einer durchaus fragwürdigen Konzessionsentscheidung dann aber doch noch für lange Gesichter bei den Lila-Weißen, denn Philipp Stolarski verwandelte den verhängten Foulstrafstoß in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:1-Heimsieg. Die Klettwitzer mussten sich beim Abpfiff somit zum zweiten Mal um den Lohn ihrer Mühen betrogen sehen, so hatten sich die Calauer bereits im Hinspiel durch den Einsatz eines nicht spielberechtigten Akteurs illegal einen Vorteil verschafft. Aber jammern nützt im Nachhinein gar nichts. Wer solch hochkarätige Chancen wie in Hälfte zwei nicht nutzen kann, muss am Ende eben auch ein derartiges Endresultat schlucken. Bleibt lediglich die Hoffnung auf eine Trotzreaktion im nächsten Spiel gegen Lübben.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, M. Konczak – C. Meyer (62. A. Lehnigk), T. Piatkowski, J. Peschel, F. Wernicke, S. Schneider – A. Münch, D. Prasse (57. P. Fischer)

     VfB Klettwitz 1913          1       :       0          Meuroer SV     
 

Das Tor im Video

Das im Vorfeld zum Kellerduell hochstilisierte Gemeindederby lieferte den Zuschauern im Stadion am Windpark einen echten Abstiegskrimi. Dabei übernahmen die Klettwitzer von der ersten Minute an die Initiative im Mittelfeld und hatten bereits in der Anfangsphase durch Toni Piatkowski und Franz Lehnigk erste gute Einschussgelegenheiten. Derweil kämpften die Gäste in der Defensive verbissen um jeden Ball, konnten den Lila-Weißen immer wieder erfolgreich die Kugel streitig machen und wenn der VfB sich doch einmal bis zum Abschluss kombinierte, dann warf sich MSV-Keeper Enrico Jurischka heldenhaft entgegen und avancierte mit seinen Paraden gegen Franz Lehnigk, Paul Fischer und später auch gegen Sebastian Schneider schon frühzeitig zum Mann des Spiels. Zumindest gegen Ende von Hälfte eins suchte dann auch Meuro mal den schnellen Weg zum gegnerischen Tor und Stephan Wendt hätte mit einem Treffer kurz vor der Pause den Spielverlauf regelrecht auf den Kopf stellen können, wäre er nicht vom Schiedsrichter zurückgepfiffen worden. Somit ging es torlos in die Kabinen. Nach Seitenwechsel brauchten die Klettwitzer erst einmal ein paar Minuten, um wieder bedingungslos in den Vorwärtsgang zu schalten, doch spätestens mit der Einwechslung von Christian Most standen die Zeichen dann erneut auf Sturm. So eröffnete sich dem VfB nach einer knappen Stunde sogleich eine Doppelchance, bei der zunächst Most und kurz darauf auch Michael Noack die Führung denkbar knapp verpassten. In der Folge haderten die Klettwitzer gegen eine clever agierende MSV-Abwehr mit der eigenen Chancenverwertung und so musste Franz Lehnigk, nachdem er eine Abseitsentscheidung lauthals kritisiert hatte, in der 69. Minute mit der Ampelkarte vorzeitig das Feld verlassen. Doch gerade in dieser schwierigen Situation gingen die Heimischen noch einmal volles Risiko und es gelang ihnen doch noch irgendwie, den bis dato stabilen Abwehrriegel des MSV zu knacken. Bezeichnenderweise war es eine Co-Produktion zweier nomineller Verteidiger, die letztlich das Führungstor in Minute 74 erzwang. Alexander Krahl spielte dabei zunächst einen Freistoß nahe der Seitenlinie kurz auf Michael Noack, der sich mit einer schnellen Drehung gekonnt seines direkten Gegenspielers entledigte und sich anschließend mit einem kraftvollen Antritt in exzellente Schussposition brachte, um schließlich den Ball aus gut 17 Metern Torentfernung präzise im linken Eck zu versenken. Es schien fast so, als hätten sich die Klettwitzer buchstäblich mit dem allerletzten Tropfen Sprit so gerade noch über die Ziellinie retten können, denn in den Schlussminuten schwanden die Kräfte der in Unterzahl agierenden Lila-Weißen zusehends und Meuro setzte nun noch einmal zur Schlussoffensive an. So hielt die Spannung bis hinein in die Nachspielzeit, in der die Meuroer tatsächlich noch die große Ausgleichschance bekamen. Letztlich gelang es ihnen aber nicht mehr, das Leder auch nur irgendwie auf den Klettwitzer Kasten zu bringen, was die Probleme der schwächsten Offensive der Liga noch einmal deutlich zutage förderte. So verbuchten die Klettwitzer am Ende einen jederzeit verdienten Arbeitssieg gegen stark verteidigende Gäste, deren offensive Mittel jedoch zu stark limitiert erscheinen, um das Wunder vom Klassenverbleib doch noch realisieren zu können.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, A. Krahl – S. Scholl, A. Lehnigk (51. C. Most), P. Fischer, F. Lehnigk, T. Piatkowski – S. Schneider, A. Münch

     SV Wudritz Ragow          3       :       1          VfB Klettwitz 1913    

Bei Regen und teils stürmischem Wind hatten beide Teams im ersten Spiel nach der Winterpause einen schweren Stand. Der VfB ging gegen die beste Abwehr der Liga erst einmal selbst kompakt defensiv ins Spiel, mit dem frühen 1:0 in der dritten Spielminute war die taktische Marschroute aber schon beizeiten komplett über den Haufen geworfen. Dabei resultierte der Gegentreffer aus einer Mischung aus Pech und Unvermögen. Zunächst einmal konnten die Klettwitzer die Flanke von Kapitän Matthias Philipp nicht verhindern. Marius Konczak köpfte den Ball anschließend zwar wieder aus dem eigenen Strafraum allerdings keinesfalls aus der Gefahrenzone heraus, dafür aber genau auf den Fuß eines Gegners, der die Kugel postwendend wieder vor der VfB-Kasten beförderte, was sich quasi als perfekte Steilvorlage für Patrick Marx erwies, der daraufhin lässig einschob. Danach blieben die Gastgeber weiterhin gefährlich im Spiel und VfB-Keeper Erik Blomberg musste zweimal sein ganzes Können aufbieten. Erst nach gut zwanzig Minuten konnte der VfB offensiv etwas dagegen setzen, doch Paul Fischer vergab ebenso wie kurz darauf Jonas Peschel. Dabei war dessen Gelegenheit exzellent herausgespielt, denn Marius Konczak verlagerte das Spielgerät erst einmal per Flanke auf die gegenüberliegende Seite und Paul Fischer sorgte mit seiner Kopfballverlängerung dafür, dass Sebastian Schneider ausreichend Zeit zur Flanke hatte, um Jonas Peschel im Zentrum hervorragend aufzulegen, doch Ragows Keeper vereitelte letztlich zur Ecke. In der 35. Minute kam der Gastgeber dann aber zum 2:0. Nach einer Ecke gelang es dem VfB nicht, die Situation ausreichend zu bereinigen, so dass der Gegner sofort wieder den Abschluss aus der zweiten Reihe suchte. Die Gäste konnten den Schuss zwar entschärfen, doch der Ball prallte dabei nur leicht zur Seite ab, so dass Paul Scharlow gezielt nachsetzte und die Kugel aus kurzer Entfernung geradewegs unter die Querlatte knallte. In der Folge tauchten die Lila-Weißen fast gänzlich ab und hatten Mühe, den Rückstand bis zur Pause im Rahmen zu halten. Zu Beginn des zweiten Durchgangs stellten die Klettwitzer um, wollten somit mehr Präsenz in der Offensive erwirken, doch erneut mussten die Klettwitzer einen frühen Gegentreffer hinnehmen. Patrick Marx nahm das Anspiel von Sebastian Reinhardt zum Anlass, ein Solo über die linke Seite zu starten und weil er dabei von den Klettwitzern nicht energisch genug gestört wurde, konnte er letztendlich per Flachschuss zum vorentscheidenden 3:0 ins kurze Eck einnetzen. In der Folge machte die VfB-Defensive, nicht zuletzt auch durch die Hereinnahme von Routinier Marcel Kromer, einen stabileren Eindruck. Dies war aber auch zweifelsohne der Tatsache geschuldet, dass die Heimelf jetzt nicht mehr so zielstrebig spielte und sich weitgehend darauf verlegte, das Ergebnis zu verwalten. So konnte der VfB jetzt die Initiative im Mittelfeld an sich reißen. Eine schnelle Freistoßausführung der Klettwitzer brachte dann auch Sebastian Schneider im gegnerischen Strafraum an den Ball und nach einem Foulspiel der in dieser Szene äußerst schläfrigen Ragower Defensive, konnte Franz Lehnigk vom Punkt aus verkürzen. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken versuchten die Lila-Weißen in der verbleibenden Spielzeit weiter heranzukommen, doch trotz einiger guter Ansätze blieb an diesem Tag im Offensivspiel einfach zu vieles Stückwerk, so dass der VfB, der auch weiterhin auf den ersten Sieg gegen Ragow warten muss, noch Entwicklungspotential für die anstehenden wichtigen Spiele hat.

VfB: E. Blomberg – M. Konczak, F. Wernicke, M. Noack, C. Meyer (60. T. Piatkowski), S. Schneider – S. Scholl (46. M. Kromer), J. Peschel, F. Lehnigk, P. Fischer – A. Münch

Zum Ende der Hinrunde, mit dem 13. Spieltag, musste der VfB am 9. 12. 2018 eine herbe, wenn auch nicht wirklich überraschende Niederlage beim Tabellenführer in Peickwitz hinnehmen.
Das deutliche 7:1 für die Platzherren verhindert damit zunächst auch das Loslösen aus dem unteren Drittel der Kreisliga Ost.

Eine Woche später, noch vor dem eigentlichen Jahreswechsel, noch vor der Weihnachtsfeier, begann mit dem 14. Spieltag am 15. 12. 2018 bereits die Rückrunde.
Die SG Gießmannsdorf weilte im Stadion am Windpark. Im Hinspiel, der Auftaktbegegnung zur diesjährigen Kreisliga- Saison, unterlag man dort 2:6. Ein denkbar ungünstiger Start. Aber diesmal drehten die Lila- Weißen den Spieß um und gewann in einer souveränen Mannschaftsleistung 3:1. Damit stabilisierte der VfB nun seine Tabellenposition und konnte den Anschluss zur Tabellenmitte wieder herstellen.

Inzwischen gehen die Vorbereitungen für die Rückrunde so langsam in die heiße Phase. Wie diese geplant werden, kann man der folgenden Grafik entnehmen.

 

Der Ernst beginnt dann am 17. 3. 2018 mit dem 15. Spieltag in Ragow, die in dieser Liga mit bisher nur 9 Gegentreffern (weniger hat keiner) und sich auch als erster harter Brocken für die Klettwitzer erweisen werden.   

 

     VfB Klettwitz 1913      1     :     2      SG Grün-Weiß Groß Beuchow    

Mit veränderter taktischer Grundordnung begegneten die Lila-Weißen dem Meisterschaftsfavoriten aus dem Spreewald und wollten durch mehr Kompaktheit im defensiven Mittelfeld dem Gegner das Leben schwer machen. Doch noch ehe sich die neue Klettwitzer Formation so richtig gefunden hatte, wurde man von den Gästen eiskalt überrumpelt. In Minute vier konnte Stefan Müller auf der linken Klettwitzer Abwehrseite plötzlich ungehindert durchbrechen und bahnte sich seinen Weg zum Tor. Erik Blomberg versuchte zwar noch, sich geschickt zu positionieren, um seinen Kasten bestmöglich abzudecken, doch Beuchows Torjäger blieb in dieser Situation absolut cool und nagelte die Kugel genau in den Winkel der kurzen Ecke. Wenige Augenblicke später hätten die Gäste fast schon alles klar machen können, aber diesmal war der VfB-Keeper mit Fortuna im Bunde und die Querlatte verhinderte Schlimmeres. Nach und nach bekamen die Lila-Weißen den Gegner dann besser in den Griff und konnten das Spiel weitaus ausgeglichener gestalten, wenngleich die Grün-Weißen weiterhin das torgefährlichere Team waren. So hatten die Gäste in Andy Richter einen schnellen Mann in ihren Reihen, der die Defensive des VfB immer wieder auf die Probe stellte und in Minute 24 auch zum Solo in den Strafraum ansetzte und überhaupt nicht mehr zu stoppen schien. Erst im allerletzten Moment vor dem Abschluss konnte Michael Noack den Ball noch zur Ecke wegspitzeln und somit die Chance zunichte machen. Acht Minuten später ließen die Lila-Weißen dann aber alle Abwehrprobleme vergessen und kamen nach dem bis dato besten Angriff nicht ganz unverdient zum 1:1-Ausgleich. Sebastian Schneider orientierte sich in den freien Raum auf halblinks und erhielt von Franz Lehnigk ein passgenaues Anspiel genau in den Lauf, so dass er mit Tempo in den gegnerischen Strafraum gelangte, wo er schließlich von der Beuchower Verteidigung gestellt wurde und somit eine Ablage ins Zentrum die einzig sinnvolle Option blieb. Andreas Münch erwies sich wieder einmal als dankbarer Abnehmer einer solchen Vorlage und knallte die Kugel aus gut 6 Metern Torentfernung geradewegs an die Unterkante der Latte, von wo aus das Leder ins Tor sprang. Gegen Ende von Hälfte eins und auch zu Beginn des zweiten Durchgangs gelang es den Gastgebern, das Spiel gut zu ihren Gunsten zu gestalten und man merkte, dass die Spreewälder sich im Spielaufbau jetzt extrem schwer taten. Einzig allein über Andy Richter blieben die Gäste auch in dieser Phase brandgefährlich. So konnte Michael Noack ein weiteres Mal eine knifflige Situation bereinigen. Doch nach einer Stunde Spielzeit tankte sich der agilste Spieler der Grün-Weißen schon wieder bis in den Klettwitzer Strafraum durch und weil sich Florian Wernicke im Zweikampfverhalten deutlich zu ungeschickt anstellte, entschied der Unparteiische folglich auf Elfmeter für Groß Beuchow. Stefan Müller löste auch die Aufgabe vom Punkt souverän und brachte sein Team damit zum zweiten Mal in Vorhand. Letztlich sollte dies jedoch gleichzeitig der spielentscheidende Treffer bleiben, denn die Lila-Weißen zeigten sich trotz intensiver Bemühungen vor dem gegnerischen Tor nicht zwingend genug, während die Gäste bei ihren Kontern meistens in die Klettwitzer Abseitsfalle tappten beziehungsweise an einem gut aufgelegten Erik Blomberg verzweifelten.

VfB: E. Blomberg – M. Konczak, C. Meyer, M. Noack, F. Wernicke, T. Piatkowski – P. Fischer, F. Lehnigk, S. Schneider (83. M. Goszczak), D. Kittner (46. T. Netzker) – A. Münch

     VfB Klettwitz 1913 II      6      :      1      TSG Rot-Weiß Kostebrau    

Mit dem ersten Spiel der Rückrunde hat sich die VfB-Reserve derweil in die wohlverdiente Winterpause verabschiedet. Gegen den in doppelter Unterzahl antretenden Ortsnachbarn aus Kostebrau hatte man beim klaren 6:1-Erfolg nur anfangs leichte Mühe. So gingen die Gäste durch ihren Torjäger Khaled Ahmed in der vierten Minute zunächst in Führung, bevor Marcel Netzker mit einem Doppelpack (6./16.) bereits früh das Spiel drehte. Mit einem präzisen Abschluss erhöhte Alexander Krahl nach gut einer halben Stunde, ehe kurz darauf Marcel Netzker den 4:1-Pausenstand perfekt machte. In Hälfte zwei spielten die Lila-Weißen dann nicht mehr ganz so konsequent und konnten deshalb nur noch zwei weitere Treffer nachlegen. Nach Marcel Girndts 5:1 war es mit Marcel Netzker schließlich der Mann des Spiels, der mit seinem vierten Treffer des Tages den Endstand herstellte.

VfB: F. Howorka – T. Netzker (M. Böhm), S. Peipe, S. Meißner – S. Scholl, S. Radelow (T. Brüllke), P. Böhm, A. Krahl, M. Goszczak – M. Netzker, M. Girndt

     SV Blau-Weiß Lubolz           1       :       1           VfB Klettwitz 1913    

Der 1:1-Ausgleich im Video

Die wenigen Zuschauer, die am vergangenen Sonntag auf den Lubolzer Sportplatz gekommen waren, sahen Abstiegskampf pur. Immerhin wollte sich der VfB auswärts nicht verstecken und gab schon nach drei Minuten einen frühen Warnschuss ab, als der aufgerückte Marius Konczak die Freistoßflanke von Jonas Peschel per Direktabnahme auf den Kasten knallte, der gegnerische Keeper aber zur Stelle war. Danach verflachte die Partie allerdings erst einmal, ehe die Heimischen gut zwanzig Minuten darauf ebenfalls ihre erste dicke Chance hatten, doch Erik Blomberg zeigte am Boden eine starke Reaktion und konnte den Ball zur Ecke blocken. Nach dem Remis gegen Hörlitz in der Vorwoche war bei den Blau-Weißen die Anspannung offenbar groß und so unterliefen ihnen zahlreiche Fehler im Spielaufbau. So bekam Denny Kittner nach einem katastrophalen Querpass der Gastgeber plötzlich die große Gelegenheit zum Führungstreffer quasi auf dem Silbertablett serviert, doch der Stürmer zeigte unter Bedrängnis eines zurückgeeilten Verteidigers Nerven, schloss überhastet ab und scheiterte letztlich am herausstürzenden Schlussmann. Die finalen Minuten von Hälfte eins gehörten dann klar den Blau-Weißen, die nun sehr viel zwingender daherkamen, aber Erik Blomberg konnte sein Team gleich mehrfach vor dem drohenden Rückstand bewahren. Mit der gelb-roten Karte gegen Florian Mietusch ganze vier Minuten nach Wiederbeginn wurden die Gastgeber im Bemühen um mehr Druck dann jäh ausgebremst und der VfB übernahm nun mehr und mehr die Kontrolle im Mittelfeld. Notgedrungen musste Lubolz jetzt defensiver agieren und setzte bewusst auf schnelles Konterspiel, was den Gastgebern in der 68. Spielminute auch tatsächlich die Führung einbrachte. Standardschütze Marco Köllner probierte es einfach mal mit einem Distanzschuss und der VfB hatte zunächst noch das nötige Fortune, dass dessen Kracher lediglich ans Torgestänge ging. Weil die Klettwitzer anschließend aber nicht in der Lage waren, die Situation ausreichend zu klären, nutzte der eingewechselte Oliver Studier sogleich die Chance zum Nachschuss und hämmerte den Ball aus über 20 Metern ins Netz. Das schwache Spiel schien damit bereits entschieden, denn der VfB erweckte nicht den Eindruck, ein probates Mittel gegen die tief stehenden Gastgeber, die nur noch irgendwie den Sieg über die Zeit bringen wollten, parat zu haben. Doch in den Schlussminuten, als man rein gar nichts mehr zu verlieren hatte, setzten die Kletttwitzer alles auf geballte Offensive und waren damit, wie schon in der Vorwoche gegen Missen, erfolgreich. Nach einem Einwurf machte Sebastian Schneider das Spiel bewusst schnell und spielte das Leder geschickt zwischen zwei gegnerischen Verteidigern hindurch, so dass Toni Piatkowski geradewegs zur Grundlinie marschieren und den Ball dann mustergültig in den Rückraum legen konnte, wo Marius Konczak im Duell mit Martin Lehmann irgendwie die Fußspitze an die Kugel brachte und das Spielgerät somit zum Ausgleich über die Linie bugsierte. Beinahe hätten die Lila-Weißen in der Nachspielzeit sogar noch den Last-Minute-Sieg davongetragen, doch der vermeintliche Treffer von Denny Kittner resultierte nach Meinung des Schiedsrichtergespannes aus einer Abseitsstellung heraus. Am Ende stand somit ein gerechtes Remis nach einer unterdurchschnittlichen Kreisligapartie.

VfB: E. Blomberg – M. Konczak, F. Wernicke, S. Schneider – A. Lehnigk, J. Peschel, P. Fischer, F. Lehnigk, T. Piatkowski – D. Kittner, M. Goszczak

     VfB Klettwitz 1913                2       :       4                TSV Missen    

Das Tor zum 2:3 im Video

Im Nachholspiel kamen beide Teams nur schwer in die Gänge, wobei die Gäste in der Anfangsphase noch den etwas besseren Eindruck hinterließen, weil sie es exzellent verstanden, schon kleinste Patzer des VfB in eigene Torchancen umzumünzen. Mit dem ersten gut vorgetragenen Angriff, der in Minute 18 von Marius Konczak abgeschlossen wurde, übernahmen die Lila-Weißen jedoch das Kommando und erspielten sich in der Folge gleich mehrere gute Gelegenheiten. Zugleich boten die Klettwitzer in der Defensive aber auch immer wieder offene Räume, welche die Gäste praktisch zum Kontern einluden. So musste Marius Konczak in der 33. Minute den Schnellangriff über die linke Seite per Foulspiel unterbinden und der TSV nutzte den anschließenden Freistoß dann zum Torerfolg. Marco Hertrampf servierte dabei die Kugel nahezu von der Seitenlinie mit viel Schnitt vor den Klettwitzer Kasten und Gordon Handt verlängerte den Flugball mit der Fußspitze genau ins kurze Eck, so dass Erik Blomberg im VfB-Tor keine Abwehrchance mehr hatte. Danach verlor der VfB dann so richtig den Faden und konnte nicht mehr an das bis dato recht ansehnliche Offensivspiel anknüpfen, so dass die Halbzeitpause gerade recht kam, um sich wieder neu zu formieren. Sofort nach Seitenwechsel schienen die Lila-Weißen auch schnell zurück in die Spur zu finden, wenn auch der erste Versuch noch rechtzeitig zur Ecke geblockt werden konnte. Doch auch der TSV blieb brandgefährlich und hatte wenig später durch Alexander Bronk sogar die weitaus bessere Einschussgelegenheit, die Erik Blomberg nur mit einer sensationellen Parade noch vereiteln konnte. Der VfB kam dem Ausgleich dann bereits sehr nahe, als Andreas Münchs Schuss nach gut einer Stunde das Außennetz touchierte, doch in der 64. Minute zogen die Gäste schließlich auf zwei Tore davon. Zwar reklamierten die Klettwitzer beim Pass auf den Torschützen vehement auf eine Abseitsstellung, doch weil die Fahne des Assistenten unten blieb, hatte Gordon Handt plötzlich freie Bahn zum Tor und verwandelte im eins gegen eins traumhaft sicher. Weiterhin berannten die Klettwitzer nun das gegnerische Gehäuse, mussten nach einem herrlich schnörkellos vorgetragenen Schnellangriff, den wiederum Gordon Handt humorlos vollstreckte, aber sogar noch das 0:3 hinnehmen. Erst in dieser scheinbar aussichtslosen Situation spielten die Lila-Weißen in der Schlussviertelstunde noch einmal unbeschwert auf und starteten nun die nahezu unmögliche Aufholjagd. Während beim Torschuss von Sebastian Schneider sich ein gegnerischer Verteidiger noch gekonnt in die Schussbahn warf und somit das Spielgerät aus der Gefahrenzone köpfen konnte, so stand beim Freistoß von Chris Meyer lediglich noch die Querlatte dem Klettwitzer Torjubel im Weg, ehe Franz Lehnigk acht Minuten vor Schluss aus spitzem Winkel dann doch endlich der Anschlusstreffer gelang. Die Hoffnungen des VfB auf einen Punktgewinn erhielten in der 89. Minute noch einmal neue Nahrung, als Sebastian Schneider, nach Pass von Franz Lehnigk und finaler Vorlage von Andreas Münch, mit trockenem Abschluss ins rechte untere Toreck auf 2:3 verkürzte. Nun ging der VfB natürlich volles Risiko, doch dieses Mal sollte die Aufholjagd ohne Happyend bleiben, nicht zuletzt, weil Missens Marco Hertrampf in der letzten Sekunde mit dem 2:4 alle Zweifel am Sieg des TSV ausräumte.

VfB: E. Blomberg – M. Konczak, M. Noack, S. Schneider – C. Meyer, J. Peschel, P. Fischer, F. Lehnigk, A. Lehnigk (55. D. Kittner), T. Piatkowski (72. T. Brüllke) – A. Münch

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