Im siebten und nun auch letzten Teil unseres Saisonrückblicks wollen wir noch einmal auf ein paar interessante Liga-Fakten eingehen, die so noch nicht jedem Interessierten der Kreisoberliga geläufig sein dürften.

 

Attraktivität

Trotz des Abstiegs waren die Spiele des VfB in der Kreisoberliga keinesfalls langweilig. Immerhin 130 Tore bekamen die Zuschauer in den 30 Partien mit Klettwitzer Beteiligung zu sehen. Das entspricht einem Schnitt von 4,33 Treffern pro Spiel oder anders gesagt: Alle 21 Minuten ein Tor. Nur bei Spielen des Kreismeisters aus Vetschau (147 Tore, 4,9 Tore/Spiel, 18 Minuten/Tor) und von Grün-Weiß Groß Beuchow (132 Tore, 4,4 Tore/Spiel, 20 Minuten/Tor) gab es noch mehr Torspektakel als bei den Lila-Weißen. Dagegen geizte die SpVgg. Finsterwalde förmlich mit Toren. Dank solider Defensive genügten den Sängerstädtern 36 eigene Treffer, um daraus 49 Punkte zu machen. Folglich stehen unterm Strich auch nur 75 Tore, wenn die SpVgg. mit auf dem Rasen stand. Gemessen an anderen Teams waren die Spiele der Finsterwalder mit gerade einmal 2,5 Toren/Spiel, also nur alle 36 Minuten ein Tor, in puncto Unterhaltsamkeit kaum das Eintrittsgeld wert.

 

Pl.

Verein

Torsumme (Tore + Gegentore)

1

Blau-Weiß Vetschau

147

2

GW Groß Beuchow

132

3

VfB Klettwitz 1913

130

4

Senftenberger FC

123

5

SV Eintracht Ortrand

117

6

SV Askania Schipkau

109

7

Hertha Finsterwalde

108

8

VfB Hohenleipisch II

106

9

FC Schradenland

103

10

1. SV Lok Calau

93

 

SV Germania Ruhland

93

 

BSG Chemie Schwarzheide

93

13

ESV Lok Falkenberg

90

14

SV Golßen

86

15

Groß Leuthen/Gröditsch

81

16

SpVgg. Finsterwalde

75

 

Zuschauer

In der Zuschauergunst rangieren die Finsterwalder Mannschaften dagegen klar an der Spitze. So wollten immerhin fast 1900 Fans (125 pro Partie) die Heimauftritte der Hertha sehen und auch die SpVgg. erzielte mit 1770 Besuchern (118 pro Partie) ein gutes Ergebnis. Der VfB hatte derweil das Glück, das offizielle Eröffnungsspiel der Kreisoberliga gegen Askania Schipkau austragen zu dürfen, welches 313 Zuschauer ins Klettwitzer Stadion lockte. Nach den beiden Finsterwalder Stadtderbys war dies die drittgrößte Zuschauerkulisse der gesamten Saison 2014/15. Nicht zuletzt wegen diesem Rekordbesuch kamen in der abgelaufenen Spielzeit beachtliche 1192 Zuschauer ins Stadion am Windpark, was 79 Fans pro Partie entspricht. Gemessen am ligaweiten Durchschnitt (Gesamtzuschauerzahl der Kreisoberliga: 18443, Zuschauerschnitt: 76 pro Partie), so schneidet der VfB auch in dieser Kategorie exzellent ab. Die Gastspiele der Lila-Weißen wollten im Schnitt sogar 81 Interessierte miterleben. Auch hier verfolgte die größte Kulisse das Ortsderby bei Askania Schipkau (187), während in Groß Leuthen nur 35 Zuschauer, davon gut die Hälfte Klettwitzer, zum Spiel weilten. Insgesamt erlebte die neue Spielklasse jedoch einen recht guten Zuschauerzuspruch. Neun der 16 Vereine konnten die magische Schwelle von 1000 Besuchern, also mehr als 66 pro Partie, übertreffen. Enttäuschend schloss dagegen vor allem der Senftenberger FC ab, denn die Kreisstädter verbuchten nur einen Schnitt von 50 Zuschauern. Nur im nördlichen Spreewald, in Groß Leuthen und Golßen, war der Zuspruch mit 44 Zuschauern pro Match noch geringer. Dort hätten die Teams gewiss auch mehr Besucher verdient gehabt.

 

Pl.

Verein

Zuschauer gesamt

Zuschauerschnitt

1

Hertha Finsterwalde

1886

125

2

SpVgg. Finsterwalde

1770

118

3

FC Schradenland

1550

103

4

GW Groß Beuchow

1520

101

5

Blau-Weiß Vetschau

1424

94

6

VfB Klettwitz 1913

1192

79

7

SV Germania Ruhland

1130

75

8

SV Askania Schipkau

1017

67

9

VfB Hohenleipisch II

1006

67

10

SV Eintracht Ortrand

987

65

 

1. SV Lok Calau

987

65

12

BSG Chemie Schwarzheide

972

64

13

ESV Lok Falkenberg

896

59

14

Senftenberger FC

761

50

15

Groß Leuthen/Gröditsch

673

44

16

SV Golßen

672

44

 

Man sieht also, der VfB hatte durchaus deutlich mehr zu bieten als nur den sportlichen 16. Tabellenplatz und mit dem Abstieg geht der Kreisoberliga ganz sicher ein interessanter Farbtupfer verloren. Doch eines kann den Klettwitzern keiner mehr nehmen, die Lila-Weißen werden durch das 1:0 über Askania Schipkau auf ewig als erster Sieger der Kreisoberliga Südbrandenburg in der Statistik stehen.

   
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