Seit gut einer Woche ist die Kreisoberliga-Saison 2014/15 nun Geschichte. Zeit für eine Rückschau. In unserem mehrteiligen Saisonrückblick lassen wir zunächst noch einmal die Hinrunde Revue passieren.

Die Vorbereitung auf die Spielzeit verlief eher holprig. Neben deutlichen Niederlagen in den Testspielen konnte andererseits das Amtsturnier der Gemeinde Schipkau gewonnen werden. Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit wollte man deshalb zusätzlich den Pokalwettbewerb zum effektiven Einspielen nutzen. Doch auch hier gab es Licht und Schatten. Gegen den Vertreter der 1. Kreisklasse aus Hohenbocka siegten die Lila-Weißen zwar mit 8:5 nach Verlängerung, dennoch konnte sich der Underdog fast schon als moralischer Sieger fühlen. In Runde zwei ging es dann gegen das Landesklasse-Team aus Lauchhammer-Ost. Trotz einer guten Leistung reichte es hier nur zu einem 2:3, was das Aus im Pokal bedeutete.

Da war die Welt noch in Ordnung: Christian Most erzielt das entscheidende Tor im Derby gegen Askania SchipkauAlle fieberten nun auf den 22. August hin, dem Tag, an dem die Lila-Weißen die erste Kreisoberliga-Saison gegen Askania Schipkau eröffnen würden. Die Stimmung im Stadion am Windpark war an besagtem Freitagabend dann auch enorm und 313 Zuschauer sahen Christian Mosts Elfmetertor nach neun Minuten, welches gleichzeitig den 1:0-Erfolg des VfB über den Ortsnachbarn sicherstellte. Dennoch fand der VfB auch nach diesem emotionalen Auftakt nicht so recht in die Spur. Dem bitteren 0:10 in Senftenberg am 2. Spieltag folgte zumindest wieder ein Punktgewinn beim 0:0 gegen Falkenberg. Damals ein beachtlicher Erfolg, aus heutiger Sicht jedoch wohl schon zu wenig gegen eines der schwächsten Auswärtsteams der Liga. Anschließend setzte es wiederum eine derbe Auswärtsniederlage. Mit einem 0:12 beim klaren Meisterschaftsfavoriten aus Vetschau hatten wohl selbst die größten Pessimisten nicht gerechnet. Im Spiel gegen die SpVgg. Finsterwalde schaffte es der VfB dann nicht, seine wenigen guten Möglichkeiten in Tore umzumünzen und die Gäste, die kompakt verteidigten und auf ihre Chance lauerten, knackten gegen Spielende das lila-weiße Abwehrbollwerk, so dass der VfB mit 0:2 seine erste Heimpleite der Saison hinnehmen musste. Immerhin steigerte sich die Mannschaft auswärts und hielt beim darauffolgenden Spiel in Ruhland besser dagegen, verlor aber dennoch knapp mit 1:2.

Auch der Einsatz von Max Goszczak konnte die Heimniederlage gegen den FC Schradenland nicht verhindernMit selbem Resultat endete leider auch der Heimauftritt gegen den FC Schradenland. Gerade hier hatten sich die Klettwitzer Punkte ausgerechnet, gerieten jedoch durch ein unglückliches Eigentor schon frühzeitig ins Hintertreffen, was zweifellos dem Gegner in die Karten spielte. Nach zwei weiteren Enttäuschungen auf des Gegners Platz (0:8 in Groß Beuchow und 0:2 in Calau) war der VfB bis auf den letzten Tabellenplatz abgestürzt und man musste nach sechs Niederlagen in Serie schon das Schlimmste befürchten. Dann aber untermauerten die Lila-Weißen wieder einmal ihre Heimstärke sowie ihre Comeback-Qualitäten, denn auch gegen Groß Leuthen war der VfB in der ersten Hälfte nicht gerade vom Glück verfolgt. In der Offensive stand erst der Pfosten im Weg, dann traf der Gegner per Fernschuss zum 0:1. Erst ein Platzverweis gegen die Gäste sowie ein Foulelfmeter für den VfB brachte in Halbzeit zwei noch die späte Wende, denn Christian Most erzielte wenige Augenblicke vor Abpfiff auch noch den 2:1-Siegtreffer und brachte die Lila-Weißen somit erst einmal wieder auf Kurs Klassenerhalt. Eine erhoffte Entspannung der Situation brachte der Sieg aber keinesfalls. In den nächsten Partien gegen Golßen, Ortrand, Hertha Finsterwalde und Hohenleipisch agierte der VfB wieder personell geschwächt, machte zahlreiche und unnötige Fehler und kassierte bei einem Torverhältnis von 1:17 weitere vier Niederlagen. Das letzte Spiel des Jahres 2014 bei Chemie Schwarzheide fiel der Witterung zum Opfer. In der zweifellos schwächsten Saisonphase des VfB war diese Absage wohl eher ein Glücksfall für die Lila-Weißen. Fazit der 1. Halbserie war: In Anbetracht des katastrophalen Torverhältnisses ist die Punktausbeute äußerst passabel. Dennoch muss sich das Team sowohl offensiv als auch defensiv steigern, will man die Kreisoberliga halten.

 

Hinrundentabelle

 

Pl.

Verein

Sp.

gew.

uns.

verl.

Tore

Diff.

Pkte.

1

Blau-Weiß Vetschau

15

15

0

0

65:4

+61

45

2

VfB Hohenleipisch II

15

12

0

3

41:12

+29

36

3

SV Germania Ruhland

15

10

2

3

28:12

+16

32

4

SpVgg. Finsterwalde

15

9

2

4

18:18

0

29

5

FC Schradenland

15

8

2

5

26:24

+2

26

6

ESV Lok Falkenberg

15

7

2

6

23:18

+5

23

7

SV Golßen

15

7

2

6

22:22

0

23

8

SV Eintracht Ortrand

15

6

5

4

23:27

-4

23

9

Senftenberger FC

15

6

3

6

31:25

+6

21

10

Hertha Finsterwalde

15

5

3

7

27:29

-2

18

11

GW Groß Beuchow

15

5

2

8

34:34

0

17

12

BSG Chemie Schwarzheide

15

3

5

7

20:23

-3

14

13

SV Askania Schipkau

15

4

1

10

22:33

-11

13

14

Groß Leuthen/Gröditsch

15

2

3

10

14:31

-17

9

15

VfB Klettwitz 1913

15

2

1

12

6:57

-51

7

16

1. SV Lok Calau

15

1

3

11

11:42

-31

6

   
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