SV Calau            2       :       1             VfB Klettwitz 1913    

Auswärts hinkt der VfB weiter meilenweit den eigenen Ansprüchen hinterher. Am vergangenen Wochenende unterlagen die Lila-Weißen sogar beim Tabellenvorletzten SV Calau, der in den sieben Spielen zuvor keinen dreifachen Punktgewinn mehr feiern konnte und auf eigenem Rasen bislang noch gänzlich sieglos war. Dabei hatten die Klettwitzer über weite Strecken eigentlich eine recht solide Partie geboten und konnten zwischenzeitlich sogar eine Führung für sich beanspruchen. Nach kurzer Anlaufphase, in der sich beide Mannschaften erst einmal an den jeweiligen Gegner herantasteten, waren es zunächst auch die Gäste, die den direkten Weg zum Erfolg suchten. So war David Prasse in Minute zehn schon der kompletten Calauer Abwehr entwischt und im Alleingang zum gegnerischen Tor unterwegs, als ihm ein zurückgeeilter Verteidiger so gerade noch den Ball ablaufen und somit das fast sichere 0:1 verhindern konnte. Nur eine Minute darauf gelang es den Klettwitzern dann aber, die Führung im Spiel zu übernehmen. Wiederum behauptete David Prasse auf links das Leder stark und steckte das Spielgerät anschließend schön auf Marius Konczak durch, der mit einem ansatzlosen Flachschuss ins kurze Eck dem Keeper keine Abwehrchance ließ. Calau wurde im Bemühen um Torchancen nun etwas offensiver, doch die Lila-Weißen gaben der Heimelf durch geschicktes Verschieben wenig Gelegenheit, effektiv abzuschließen und wenn der Ball doch einmal durch die Abwehrkette hindurch kam, waren zumeist Michael Noack oder Erik Blomberg zur Stelle und die Gefahr war gebannt. Zudem gelang es den Klettwitzern immer wieder gut, schnell in den Gegenangriff umzuschalten. Vor allem Jonas Peschel und Sebastian Schneider sorgten mit ihrer Agilität auf den Außenbahnen immer wieder dafür, dass sich den Gästen entsprechende Räume öffneten und man auch weiterhin zu passablen Torabschlüssen kam. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs ging dem VfB die bis dato vorhandene Stabilität in der Defensive etwas verloren, so dass Calau über einen längeren Zeitraum hinweg Druck aufbauen konnte, während die Lila-Weißen es in dieser Phase nicht schafften, den Ball kontrolliert aus der Gefahrenzone zu bringen. So war das Ausgleichstor von Philipp Stolarski nach einem Fehler im Abwehrzentrum die fast schon logische Konsequenz. Es dauerte bis nach der Pause, ehe der VfB wieder in Tritt kam und durch Andy Münch die erste Möglichkeit nach Seitenwechsel hatte. Doch sein Versuch strich ebenso knapp am Kasten vorbei, wie der von Marius Konczak kurz darauf. Auch in der Folge ging bei den Lila-Weißen im Mittelfeld deutlich mehr zusammen und man erspielte sich so sukzessive Chancen. Aber selbst beste Versuche, wie der Freistoß von Jonas Peschel aus zentraler Position, den Calaus Torwart nur unzureichend entschärfen konnte, sowie der Nachschuss von Andy Münch, der aus kurzer Entfernung ebenfalls am gut reagierenden Schlussmann scheiterte, oder aber der darauffolgende Schuss von Sebastian Schneider fanden nicht den Weg ins Tor. Zumindest auf ein Remis konnte der VfB aber zurecht zuversichtlich sein, erst recht als Calaus Tobias Künzel in der Schlussminute nach wiederholter Motzerei in Richtung des Unparteiischen mit gelb-roter Karte vom Feld musste. Zugegebenermaßen eine Entscheidung, die schon seit gut 25 Minuten überfällig erschien. Schließlich sorgte der Schiedsrichter mit einer durchaus fragwürdigen Konzessionsentscheidung dann aber doch noch für lange Gesichter bei den Lila-Weißen, denn Philipp Stolarski verwandelte den verhängten Foulstrafstoß in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:1-Heimsieg. Die Klettwitzer mussten sich beim Abpfiff somit zum zweiten Mal um den Lohn ihrer Mühen betrogen sehen, so hatten sich die Calauer bereits im Hinspiel durch den Einsatz eines nicht spielberechtigten Akteurs illegal einen Vorteil verschafft. Aber jammern nützt im Nachhinein gar nichts. Wer solch hochkarätige Chancen wie in Hälfte zwei nicht nutzen kann, muss am Ende eben auch ein derartiges Endresultat schlucken. Bleibt lediglich die Hoffnung auf eine Trotzreaktion im nächsten Spiel gegen Lübben.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, M. Konczak – C. Meyer (62. A. Lehnigk), T. Piatkowski, J. Peschel, F. Wernicke, S. Schneider – A. Münch, D. Prasse (57. P. Fischer)

   
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