SV Grün-Weiß Annahütte          2     :     2          VfB Klettwitz 1913    

Das 0:1 im Video

Das 2:2 im Video

Bei allerbestem Fußballwetter erlebten die weit über hundert Zuschauer ein kämpferisch geführtes aber jederzeit absolut faires Pößnitztalderby, das diesmal bis zur letzten Sekunde Spannung bot. Zweifelsfrei gehörten die Anfangsminuten dabei den Gastgebern, die zuvor den beiden Spitzenteams aus Groß Beuchow und Peickwitz jeweils einen Zähler abringen konnten und somit reichlich Selbstbewusstsein getankt hatten, während die Lila-Weißen nach zuletzt zwei Pleiten ohne eigenen Treffer zunächst mal bemüht waren, wirksam dagegenzuhalten und einen frühen Rückstand zu vermeiden. Nach circa zwanzig Minuten nahm das emotionsgeladene Derby dann so richtig Fahrt auf, als zuerst mal die Gastgeber zwei grandiose Torgelegenheiten hatten, bevor wenig später auch der VfB effektiv zum Abschluss kam. In der Folge setzten sich die Gäste dann sogar kurzzeitig in der gegnerischen Hälfte fest und gingen in Minute 28 nicht ganz unverdient in Führung. Aus zentraler Position beförderte Franz Lehnigk einen Freistoß als Flugball geradewegs vor das Annahütter Tor, der sich kurz vor Torwart Robert Liebe tückisch senkte, so dass dieser den Ball prallen lassen musste und die Kugel danach unkontrollierbar durch den Strafraum flipperte, so dass Andreas Münch im Nachsetzen einnetzen konnte. Der VfB hatte sich mit der Führung in eine exzellente Ausgangsposition gebracht, doch dann zerstörte ausgerechnet der Schiedsrichter vorerst mal alle Hoffnungen auf den ersten Derby-Auswärtssieg seit Jahren, als er nach einem eigentlich harmlos erscheinendem Zusammenprall zwischen Florian Wernicke und Markus Penz abseits des Balles zum Entsetzen der Klettwitzer auf Elfmeter für Grün-Weiß entschied. Christian Jahn nahm dieses Geschenk natürlich dankend an und glich die Partie nur vier Minuten nach dem 0:1 wieder aus. Doch noch war der erste Spielabschnitt nicht vorüber und Annahütte riss nach dem Erfolgserlebnis nun noch einmal die Initiative an sich. 120 Sekunden waren noch zu gehen, da verlagerten die Gastgeber das Geschehen geschickt von der rechten Seite aus ins Zentrum. Die Klettwitzer versuchten zwar noch die vertikalen Passwege effektiv zuzustellen, doch vergebens. Mit etwas Glück fand Enrico Wähner doch die Lücke und so gelangte das Spielgerät schließlich auf halblinks, wo der agile Florian Schulz zunächst Jonas Peschel das Nachsehen gab, um dann den Ball gekonnt per Flachschuss diagonal im langen Eck zu versenken. Annahütte wähnte sich nun auf Kurs Heimsieg und hatte offenbar nicht mit der unbändigen Moral der Lila-Weißen gerechnet, die ihrerseits schon in der darauffolgenden Spielminute zurückschlugen. Diesmal wurde Toni Fiedler auf der rechten Außenbahn gesucht und dessen Maßflanke verwertete Andreas Münch mit einem wuchtigen Kopfball in die Maschen, so dass Torwart Liebe nur noch staunen konnte. Im zweiten Durchgang wollten sich die Grün-Weißen natürlich beizeiten die Führung zurückholen und brachten für dieses Unterfangen sukzessive frische Offensivkräfte in die Partie. Allerdings gelang es selbst dadurch nicht, signifikant höhere Spielanteile zu erwirken oder gar bessere Chancen herauszuspielen. Ab der 70. Minute gingen beide Mannschaften dann ein spürbar höheres Risiko und lieferten sich bis zum Spielende eine Art offenen Schlagabtausch. Zunächst hatten die Gastgeber gleich mal eine Doppelchance zum 3:2, als VfB-Keeper Denny Kittner gegen Alexander Römer zwar gut parieren konnte, der Ball anschließend jedoch genau an Joker Patrick Paul abprallte und somit erneut in Richtung VfB-Tor trudelte. Schließlich gelang es aber der VfB-Abwehr mit vereinten Kräften die brenzlige Situation zu klären. Für die Lila-Weißen galt es nun, wieder mehr Präsenz zu zeigen. Erst hatte Andreas Münch bereits seinen dritten Treffer auf dem Fuß, konnte beim Abschluss aber so gerade noch geblockt werden. Zudem sprang in einer der darauffolgenden Szenen Markus Penz im eigenen Strafraum der Ball an den Arm, was der Referee allerdings nicht als strafstoßwürdig bewertete. Die packende Schlussphase eröffnete beiden Teams dann perfekte Kontermöglichkeiten, um den Sieg doch noch davonzutragen. Erst vereitelte Denny Kittner mit starker Fußabwehr den Treffer von Markus Penz. Im Gegenzug vergab Max Goszczak mit zu überhastetem Abschluss leichtfertig. In der Nachspielzeit hatte Grün-Weiß per Freistoß schließlich die Last-Minute-Gelegenheit, doch die Klettwitzer köpften den Ball quasi mit dem Schlusspfiff von der eigenen Torlinie und das Derby blieb diesmal ohne Sieger.

VfB: D. Kittner – F. Wernicke, M. Noack, S. Schneider – J. Peschel, C. Meyer, P. Fischer (70. M. Goszczak), F. Lehnigk, T. Piatkowski (59. A. Lehnigk) – A. Münch, T. Fiedler

   
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