SG Gießmannsdorf               6     :     2               VfB Klettwitz 1913    

Das Tor von Franz Lehnigk im Video

Jahrelang präsentierte sich der VfB zum Saisonstart in bestechender Form und gewann ausnahmslos all seine Saisonauftaktspiele, doch nun ist die fabelhafte Erfolgsserie nach sieben Jahren mit einer krassen Niederlage jäh zu Ende gegangen. Die Gastgeber starteten zwar couragiert, dennoch kamen die Lila-Weißen trotz anfänglicher Nervosität und einiger einfacher Fehler im Spielaufbau zuerst zum Abschluss und nach Franz Lehnigks Freistoßflanke sorgte Chris Meyer mit einem Kopfball an die Querlatte für den ersten Knalleffekt im Spiel. Leider fehlte in dieser Szene dem VfB das nötige Fortune, genauso wie wenige Augenblicke später Andreas Münch im Nachschuss. Die Gäste blieben weiterhin im Vorwärtsgang, erst verfehlte ein schöner Schlenzer von Andy Münch knapp, während Michael Noack kurz darauf nur das Außennetz traf. Nach reichlich zwanzig Minuten kippte das Spiel dann aber urplötzlich. Gießmannsdorf übernahm allmählich die Kontrolle im Mittelfeld und erspielte sich seinerseits Möglichkeiten. Beim ersten gut herausgespielten Angriff zeigten die Heimischen noch Nerven, als Mathias Zielke frei vor Erik Blomberg den Ball über den Kasten semmelte. Drei Minuten später war der VfB-Schlussmann dann bereits geschlagen, aber Florian Wernicke konnte das Leder letztlich noch von der Torlinie kratzen. In Minute 35 durften die Gastgeber dann aber doch jubeln. Ein Stellungsfehler von Michael Noack bei einem gegnerischen Einwurf ermöglichte den schnellen Doppelpass zwischen Ricardo Lehmann und Mathias Zielke und da auch Jonas Peschel den Fuß nicht mehr entscheidend dazwischen bekam, schlenzte Ricardo Lehmann den Ball kunstvoll über Erik Blomberg hinweg ins Netz. Der VfB fand bis zur Pause praktisch kein Rezept, sich gegen den Offensivdrang der Gastgeber entscheidend zur Wehr zu setzen und konnte sich bei Keeper Blomberg bedanken, der mit starker Reaktion im eins-gegen-eins den zweiten Gegentreffer vereitelte und somit sein Team weiterhin im Spiel hielt. Die Klettwitzer kamen hochmotiviert aus der Kabine und erzielten nur sechs Minuten nach Wiederbeginn den 1:1-Ausgleichstreffer. Nach kurzem Einwurf von Franz Lehnigk drückte Sebastian Schneider aus spitzem Winkel sofort ab, was noch nicht von Erfolg gekrönt war, aber die Abwehr der Gastgeber gehörig in Aufruhr versetzte. Die Gießmannsdorfer wollten noch mit vereinten Kräften das drohende Unheil abwenden, gegen den Nachschuss von Andreas Münch war allerdings kein Kraut gewachsen. Mühsam hatten sich die Lila-Weißen ins Spiel zurück gearbeitet, um nur kurze Zeit später alles wieder über Bord zu werfen. Zuerst wollte Franz Lehnigk im Spielaufbau den Ball per Hackentrick ablegen, bediente damit aber genau den Gegner, der sich gegen eine im Vorwärtsgang befindlich VfB-Mannschaft nicht zweimal bitten ließ, die Führung zurückzuerobern. Drei Minuten nach Rene Grassmanns 2:1 ließ der Aufsteiger auch noch den dritten Treffer folgen und wiederum sahen die Klettwitzer im Defensivverhalten nicht gut aus. Diesmal traf die SG nach einem Eckball, wobei Torschütze Ricardo Lehmann von den Lila-Weißen auch sträflich unbewacht blieb, so dass gegen dessen knallharten Schuss selbst der Rettungsversuch von Florian Wernicke vergebens war. In der Folge waren die deprimierten Gäste ihrem Gegner nun nahezu in allen Belangen unterlegen und mussten sich schließlich dem Druck der Heimischen beugen. Sebastian Blümel und Hannes Stephan bauten bis zur 70. Minute den Vorsprung gar auf 5:1 aus. Die Partie war längst entschieden, als der eingewechselte Marco Lehmann per Freistoß von der Strafraumgrenze auch noch das halbe Dutzend voll machte. Bezeichnend für diesen miserablen Tag des VfB war, dass der stramm getretene Ball genau durch die löchrige Mauer hindurch ging und für den bedauernswerten Erik Blomberg zudem unhaltbar abgefälscht wurde. In der Schlussminute gelang den Lila-Weißen mit dem 2:6 zumindest noch ein bisschen Ergebniskosmetik, als Franz Lehnigk von Jonas Peschel hervorragend durch die Gasse hindurch bedient wurde, wodurch die SG-Abwehr sprichwörtlich matt gesetzt wurde und der Klettwitzer Kapitän nach Belieben einschieben konnte. Keine Frage ein sehenswert herausgespielter Treffer, der jedoch nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass der Gegner ganz eindeutig die klar bessere Mannschaft war.

VfB: E. Blomberg – M. Konczak, F. Wernicke, M. Noack – C. Meyer (64. M. Goszczak), J. Peschel, P. Fischer, F. Lehnigk, A. Lehnigk (76. T. Brüllke) – S. Schneider (76. D. Kittner), A. Münch

   
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