SV Wacker Reichenhain        3       :       3        VfB Klettwitz 1913     

Nach einer vergleichsweise kurzen Sommerpause und intensiven Wochen der Vorbereitung dürften sich die Vereine nun so langsam wieder im Pflichtspielmodus befinden, schließlich standen vor dem Punktspielstart bereits zwei Runden im Südbrandenburg-Pokal auf dem Spielplan. Der VfB hatte seine beiden Pokalhürden in Grünewalde sowie beim Meuroer SV jeweils mit einem soliden 4:0-Erfolg zwar eindrucksvoll gemeistert, dennoch taugten die beiden Widersacher aus der 1. Kreisklasse wohl noch nicht für eine echte Standortbestimmung. Zudem werden es die Lila-Weißen nach der neuerlichen Umstrukturierung der Kreisliga-Staffeln nun mit so einigen neuen Kontrahenten zu tun bekommen, was freilich eine abwechslungsreiche Spielzeit verspricht, eine Prognose aber dafür umso schwieriger macht. So ging es zum Saisonauftakt sogleich nach Reichenhain, wo der VfB durch zuletzt zwei Gastauftritte beim hiesigen Sportfest zumindest mal mit den Platzbedingungen schon bestens vertraut war, während der Gegner indessen die unbekannte Größe im Spiel verkörperte. Dennoch hatten sich die Klettwitzer nach den Erfolgserlebnissen im Pokal sicher einen schwungvollen Start in die Saison erhofft, doch die ersten fünf Minuten hätten wohl kaum schlechter laufen können. Bereits in den allerersten Sekunden führte ein Ballverlust im Spielaufbau zum gegnerischen Konter, den Marcel Schöne gleich mal mit einem Treffer krönte. Kurz darauf nutzte Wacker nach einem Eckball dann auch noch das vorherrschende Chaos im VfB-Strafraum zum 2:0, und erneut war Marcel Schöne der Torschütze. Nach dieser kalten Dusche mussten sich die Lila-Weißen erst einmal kräftig schütteln und fanden allmählich besser ins Spiel. VfB-Stürmer Andreas Münch schaffte nach Zuspiel von Martin Woznica in der 21. Spielminute zunächst den Anschlusstreffer und brachte die Gäste somit wieder zurück in die Partie. Eine knappe Viertelstunde später gab es nach einem Kontakt an Franz Lehnigk im gegnerischen 16-Meter-Raum folglich Strafstoß für die Klettwitzer, den Andreas Münch traumhaft sicher zum Ausgleich verwandelte. Gegen Ende von Hälfte eins war der VfB dann nicht nur spielerisch ganz klar am Drücker, sondern konnte mittlerweile auch ein deutliches Chancenplus verzeichnen und trotzdem gelang es den Lila-Weißen nicht, das Spiel gänzlich zu ihren Gunsten zu drehen. Nach dem Wechsel übernahmen die Heimischen dann aber sukzessive wieder das Kommando. Wacker erzwang dabei zahlreiche Standardsituationen und presste den VfB, der in dieser Phase nur selten für genügend Entlastung sorgen konnte und dadurch so manch heikle Situation zu überstehen hatte, gehörig in die Defensive. Fast folglich gingen die Gastgeber in Minute 68 erneut in Front, doch wiederum wurde der Treffer durch einen Klettwitzer Fehler begünstigt. Dieses Mal setzte die Heimelf eine weit auseinandergezogene VfB-Abwehrkette gar mit einem Pass durch die Mitte schachmatt und Kai Engelmann hatte dann leichtes Spiel, den Ball im Tor unterzubringen. Doch der VfB kämpfte sich ein weiteres Mal zurück und schließlich war es abermals Andreas Münch, der mit seinem dritten Treffer eine Viertelstunde vor Schluss den Punktgewinn für die Lila-Weißen sicherstellte, indem er auf Vorlage von Franz Lehnigk das Leder aus gut 18 Metern per Aufsetzer unhaltbar im rechten Eck des Wacker-Kastens versenkte. Ein turbulentes Spiel blieb somit am Ende ohne Sieger. Ein Resultat mit dem der VfB nach zweimaligem Rückstand wohl noch ganz gut leben kann.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, F. Wernicke, M. Noack, A. Krahl – M. Konczak, M. Woznica, F. Lehnigk, T. Piatkowski (77. A. Lehnigk) – D. Prasse (63. P. Fischer), A. Münch

     VfB Klettwitz 1913              4       :       0              FSV Empor Hörlitz    

Das 1:0 im Video

Das 3:0 im Video

Das 4:0 im Video

Mit einem deutlichen 4:0 über Empor Hörlitz hat der VfB seine derzeitige Erfolgsserie im eigenen Stadion weiter fortgesetzt. Allerdings machten es sich die Klettwitzer selbst schwieriger als notwendig, schließlich hatten sie bereits in den ersten zehn Minuten allein vier gute Einschussgelegenheiten, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. So dauerte es bis zur 20. Spielminute, ehe der VfB seine spielerische Überlegenheit endlich auch in eine Führung ummünzen konnte. Dabei entstand der Treffer tief in der eigenen Hälfte und entsprang einem gut strukturierten Gegenangriff der Lila-Weißen. Ausschlaggebend dafür war eine wichtige Balleroberung von Michael Noack am eigenen Strafraum, der sich nach Doppelpass mit Franz Lehnigk über den rechten Flügel mit in den Klettwitzer Angriff einschaltete und in den entscheidenden Zweikampfsituationen auch noch das nötige Glück hatte, den Ball fortwährend zu behaupten. Letztlich bewahrte der Abwehrchef auch noch die Übersicht, das Leder auf den freien Andreas Münch abzulegen, der die exzellente Vorarbeit per Flachschuss auch gekonnt verwertete. Trotzdem überboten sich die Klettwitzer Spieler auch in der Folge nahezu gegenseitig im Vergeben von guten Möglichkeiten, so dass den Gästen nach einem Aussetzer der VfB-Abwehr beinahe sogar der Ausgleich gelungen wäre, was den Spielverlauf aber völlig auf den Kopf gestellt hätte. Glücklicherweise konnte Empor diese goldene Gelegenheit nicht für sich nutzen und die Hausherren schafften sechs Minuten vor der Pause den so wichtigen zweiten Torerfolg. Eingeleitet wurde die Szene diesmal von David Prasse und Franz Lehnigk bewies anschließend seine Durchsetzungsqualitäten im gegnerischen Strafraum, spielte mit einer schnellen Bewegung dann sogar noch den Hörlitzer Keeper aus und drückte den Ball zum 2:0-Pausenstand über die Linie. Nach dem Wechsel versuchte Empor in der Offensive mehr Akzente zu setzen, dennoch hatten die Klettwitzer unverändert die deutlich besseren Möglichkeiten, mit denen sie allerdings auch weiterhin äußerst fahrlässig umgingen. Erst eine gute Kombination verhalf dem VfB in Minute 63 zum dritten Tor des Tages. Dabei führte Franz Lehnigk einen Freistoß im Mittelfeld zunächst kurz auf Marius Konczak aus, der das Spielgerät rasch weiter nach außen auf Paul Fischer verlagerte und sich dann selbst in Richtung Außenlinie orientierte, um das Leder nach komplettiertem Doppelpass aus der Drehung heraus vor den gegnerischen Kasten zu spielen. Und da der Hörlitzer Schlussmann beim Abwehrversuch den unangenehm hoppelnden Ball nicht zu fassen bekam, konnte Andreas Münch am langen Pfosten seinen 14. Saisontreffer markieren. Für die Gäste ging es in der Folge nur noch um ein Ehrentor, doch Erik Blomberg hielt sich und seine Abwehr mit zwei sicheren Paraden an diesem Tag schadlos. Indes konnte der VfB in den Schlussminuten das Resultat sogar noch um ein Tor erhöhen, was letztlich auch die Einstellung des höchsten Saisonsieges der Lila-Weißen bedeutete. Zudem war es diesmal eine reine Co-Produktion zweier Joker, die sich allesamt nahtlos ins Mannschaftsgefüge integrierten. So bewahrte Maik Wurth geschickt die Übersicht und legte noch einmal uneigennützig quer auf Christian Most, der mit präzisem Flachschuss ins linke Eck den Endstand herstellte.

VfB: E. Blomberg – M. Noack – M. Konczak, S. Peipe, A. Krahl – S. Scholl (77. A. Lehnigk), P. Fischer (68. C. Most), F. Lehnigk, T. Piatkowski – A. Münch (80. M. Wurth), D. Prasse

     TSV Missen                  2       :       1                  VfB Klettwitz 1913         

Das 1:1 im Video

Nach einer bislang eher bescheidenen Rückrunde hatten die Gastgeber mit dem Überraschungserfolg gegen Groß Beuchow zuletzt wieder neues Selbstvertrauen getankt und begannen demzufolge druckvoll, um sofort Stärke zu demonstrieren. Die erste Chance im Spiel hatten allerdings die Lila-Weißen nach einem rasend schnellen Konter in der sechsten Minute. Ein Doppelpass zwischen Michael Noack und Sebastian Schneider brachte dabei die Gelegenheit für den VfB, doch der Abschluss ging letztlich knapp am Tor vorbei. Dennoch blieb der TSV seiner offensiven Marschroute treu und kam einem Torerfolg nun sukzessive näher. Erst vereitelte Erik Blomberg mit hervorragender Parade, kurz darauf klärte Marius Konczak vor dem einschussbereiten Gegenspieler im letzten Moment zur Ecke. Schließlich nutzte Missen dann den dritten Eckball binnen kurzer Zeit zum 1:0 in der 23. Minute, wobei Erik Blomberg den druckvollen Kopfball von Michael Kupsch zunächst noch herauskratzen konnte. Doch da die Lila-Weißen den Ball nicht wirklich aus der Gefahrenzone befördern konnten, schlug Alexander Bronk im Nachsetzen doch noch zu. Mit der Führung im Rücken verflachte der Druck der Heimischen etwas, die sich im Bemühen um mehr Ballkontrolle jetzt deutlich mehr Zeit für ihre Aktionen nahmen, worauf sich der VfB aber gut einstellen konnte. Zudem schoben sich die Klettwitzer jetzt etwas früher auf den Gegner und verlagerten somit das Geschehen weitgehend ins gesicherte Mittelfeld. Vorzeigbare Abschlüsse blieben aber dennoch Mangelware. Andy Münch konnte mit einem Linksschuss aus der zweiten Reihe den Keeper genauso wenig überwinden, wie kurze Zeit später nach einem beherzten Solo durch den TSV-Strafraum. Mit dem Pausenpfiff fuhren die Klettwitzer dann erneut einen Konterangriff bei dem diesmal Andreas Münch den durchgestarteten Michael Noack bediente, doch dessen Schuss verfehlte den Kasten dieses Mal ein gehöriges Stück. Die Klettwitzer kamen mit einer taktischen Neuausrichtung und reichlich Elan aus der Kabine und konnten durch Sebastian Scholl den ersten Torschuss der zweiten Hälfte verzeichnen, doch die Antwort des TSV ließ nicht lange auf sich warten, wenngleich nun keines der beiden Teams in dieser Phase klare Vorteile hatte. Es dauerte bis zur 65. Minute, ehe der TSV mit einem tückischen Freistoß wieder eine Duftmarke setzte. Zwei Minuten darauf vergaben die Gastgeber die Riesengelegenheit zur Vorentscheidung, als Gordon Handt frei vor dem Klettwitzer Tor zum Abschluss kam, jedoch an der Fußabwehr von Blomberg scheiterte. Da Missen auch die darauffolgenden Chancen zum 2:0 nicht zu nutzen wusste, blieben die Lila-Weißen immer noch im Geschäft und auch wenn Andreas Münch zwölf Minuten vor Spielschluss den Ball nicht effektiv genug auf den TSV-Kasten bekam, so merkten die Gastgeber, dass sich die vergebenen Möglichkeiten wohl noch rächen könnten. Schließlich schafften die Lila-Weißen sechs Minuten vor Ultimo doch noch den Ausgleichstreffer. Ein Foulspiel an Andy Münch hatte einen Freistoß in halbrechter Position zur Folge und Sebastian Schneiders Flankenball wurde von einem TSV-Verteidiger per Kopf genau auf Toni Piatkowski verlängert, der die Kugel mit seinem starken linken Fuß volley unter die Querlatte knallte. Missen mobilisierte nun noch einmal alle Kräfte und kam in der Endphase immer wieder zu gefürchteten Standards. Und während der VfB nach einem Konter den Siegtreffer kurz zuvor verpasst hatte, so nutzte der TSV eine Freistoßsituation in der Schlussminute zum 2:1, als Tony Faden den Ball im langen Eck des VfB-Tores unterbrachte. Darauf hatten die Klettwitzer selbstverständlich keine Antwort mehr parat, zumal Florian Wernicke nach wiederholtem Foulspiel auch noch die gelb-rote Karte gesehen hatte.

VfB: E. Blomberg – M. Noack – M. Konczak, C. Meyer (74. S. Meißner), T. Netzker – S. Scholl (58. D. Kittner), P. Fischer, F. Wernicke, T. Piatkowski – A. Münch, S. Schneider

     VfB Klettwitz 1913       2     :     1       SV Grün-Weiß Annahütte    

Dank einer couragierten Leistung in Hälfte eins und einem kämpferisch beeindruckenden Auftritt sowie der dazugehörigen Portion Glück im zweiten Durchgang konnte der VfB im Gemeindederby einen immens wichtigen Sieg erringen. Die Lila-Weißen traten diesmal nahezu in Bestbesetzung an und erwischten geradezu einen Traumstart in die Partie. Vom Anpfiff weg waren die Klettwitzer präsent, überrumpelten den Gegner mit überfallartigem Spiel über die Flügel und bereits beim allerersten Abschluss zappelte das Leder im Netz. In der 6. Spielminute gelangte der Ball zunächst einmal auf die rechte Außenbahn, wo Toni Fiedler den gezielten Pass zur Grundlinie wählte und Sebastian Schneider damit in Spiel brachte, so dass dieser aus vollem Lauf in den Rückraum ablegen konnte. Zwar verpasste Marius Konczak im Zentrum die scharfe Eingabe zunächst, doch der hinter ihm lauernde Andreas Münch erwischte die Kugel dafür perfekt und verwandelte eiskalt. Annahütte schien sichtlich überrascht vom forschen Auftreten des Gastgebers und versuchte irgendwie im Spiel Fuß zu fassen, doch ihre vorerst einzige Gelegenheit entsprang einem ruhenden Ball. Grundsätzlich kannte das Spiel aber weiterhin nur eine Richtung. Erst touchierte ein Kopfball von David Prasse das Außennetz, fünf Minuten darauf wurde Sebastian Schneider im Strafraum von Martin Rodewald von den Beinen geholt und es gab Strafstoß. Allerdings bügelte der Keeper seinen Fehler bravourös wieder aus, indem er den Elfmeter von Franz Lehnigk parierte. Die Klettwitzer ließen sich dadurch aber kaum beeindrucken und probierten es weiterhin mit temporeichen Aktionen. So auch in Minute 20, als Sebastian Schneider nach Vorlage von Franz Lehnigk nur knapp den gegnerischen Kasten verfehlte. Der zweite Treffer der Lila-Weißen lag also buchstäblich in der Luft und wurde vier Minuten darauf dann Realität. Dieses Mal fand der VfB den Weg zum Tor sogar durchs Zentrum und löste die Situation nahezu genauso raffiniert wie beim ersten Treffer. Jonas Peschel hätte nämlich bereits selbst abschließen können, doch er legte noch einmal uneigennützig auf Andreas Münch ab, der die Kugel auf direktem Weg in den Annahütter Kasten beförderte. Die Gäste schienen nun allmählich aufzuwachen und hatten nach gut einer halben Stunde mal wieder eine veritable Möglichkeit aus einer Kontersituation heraus, doch Erik Blomberg war gegen den Flachschuss von Frenzel zur Stelle. Der VfB hatte in der Anfangsphase das Gaspedal dauerhaft am Anschlag, nun zeigten sich erste Ermüdungserscheinungen und man konnte den Gegner nicht mehr so aggressiv bespielen wie zu Beginn der Partie. Kurz vor der Pause gab es aber noch einmal die Doppelchance zum Erhöhen, allerdings scheiterte Sebastian Schneider zunächst an der starken Fußabwehr von Rodewald, während der Nachschuss von Marius Konczak dann zur Ecke abgefälscht wurde. Es war klar, dass Grün-Weiß nach dem Seitenwechsel noch einmal alle Kräfte mobilisieren würde und Patrick Paul vergab nach mustergültiger Eingabe von Alexander Krüger die Riesengelegenheit zum Anschluss, als er den Ball denkbar knapp am Tor vorbei setzte. Nur wenige Momente später ließen die Gäste die nächste gute Situation ungenutzt verstreichen. Als es dann auch noch für Kapitän Franz Lehnigk nicht mehr weiterging und die Lila-Weißen somit wechseln mussten, übernahm Annahütte endgültig die Hoheit im Mittelfeld. Schließlich konnten die Gäste nach 66 Minuten mit einem Freistoß aus etwas größerer Entfernung, den Markus Penz mit brillanter Schusstechnik knapp neben den Pfosten in die Maschen zirkelte, VfB-Keeper Erik Blomberg erstmals überwinden. Es schien, als wäre nun der Bann bei den Grün-Weißen endgültig gebrochen und das Ausgleichstor nur noch eine Frage der Zeit. Doch genau diese lief den Gästen jetzt rapide davon, denn der VfB stemmte sich mit aller Kraft dagegen. Entlastung gelang den Lila-Weißen, die jetzt vor allem defensiv stark gebunden waren, nur sporadisch. Die Lage für den VfB verschärfte sich zehn Minuten vor Schluss sogar noch einmal, als Toni Fiedler nach einer Unbeherrschtheit die Rote Karte sah. Diese Situation setzte aber noch einmal ungeahnte Kräfte frei, so dass die Heimischen in den Schlussminuten mit unglaublicher Intensität weiter um jeden Ball kämpften und dabei bis an die Schmerzgrenze und bisweilen sogar darüber hinaus gingen, um das Ergebnis zu verteidigen. Ein Unterfangen, welches mit der finalen Glanztat von Erik Blomberg in der Nachspielzeit schließlich auch von Erfolg gekrönt war. Letztendlich verdiente sich jene Mannschaft an diesem Tag den Derbysieg, die das Quäntchen mehr an Einsatz und Leidenschaft an den Tag legte und sich anschließend auch gebührend dafür feiern lassen durfte.

VfB: E. Blomberg – M. Noack – M. Konczak, C. Meyer, A. Krahl – T. Fiedler, J. Peschel, F. Lehnigk (57. F. Wernicke), D. Prasse – A. Münch (90. T. Piatkowski), S. Schneider (88. P. Fischer)

     SV Wacker Schönwalde         2       :       1         VfB Klettwitz 1913    

Spiele auf des Gegners Platz bleiben vorerst weiterhin die akute Problemzone der Lila-Weißen. So bedeutete das 1:2 bei Wacker Schönwalde am vergangenen Wochenende bereits die vierte Auswärtsniederlage in Serie. Dabei hatte das Team von Trainer René Rohr, analog zum Spiel in Calau vor zwei Wochen, erneut eine frühe Führung inne und somit eigentlich ideale Voraussetzungen auf einen positiven Spielverlauf geschaffen. Denn Kapitän Franz Lehnigk brachte die Klettwitzer, in einer Phase, als der Gegner noch nicht so recht zu seinem eigenen Spiel gefunden hatte, nach gut zwanzig Minuten in Front. In der Folge steigerte sich der Absteiger aus der Kreisoberliga zwar, konnte bis zur Pause aber lediglich Halbchancen verzeichnen, so dass die Gästeabwehr bis dato nicht ins Schwimmen kam und die Klettwitzer den knappen Vorsprung diesmal sogar mit in die Kabine nehmen konnten. Nach Seitenwechsel änderte sich das Spielgeschehen dann aber gravierend. Die Mannschaft des Gastgebers agierte konzentrierter und setzte den VfB entscheidend unter Druck. Folge war der schnelle Ausgleich durch Wacker-Torjäger Miroslav Veselov, der auf Vorlage von Fabian Wittenberg damit bereits seinen 14. Saisontreffer markierte. Wacker war nun klar am Drücker, während die Lila-Weißen verbissen darum kämpften, wenigstens den einen Zähler zu ergattern. Gleich zweimal verhinderte VfB-Keeper Erik Blomberg mit fast schon sensationellen Paraden gegen den nimmermüden Veselov den Rückstand, zudem machte er auch noch die darauffolgende Chance von Kevin Schulz zunichte. Doch aller Einsatz war letztendlich vergebens, denn Wacker gelang unter Dauerdruck vier Minuten vor Ultimo doch noch der siegbringende Treffer zum 2:1, für den wiederum Fabian Wittenberg die Vorarbeit lieferte und welchen ausgerechnet der in dieser Spielzeit bislang noch nicht als Torschütze in Erscheinung getretene Tobias Schäfer erzielte, der sich anschließend somit gleich mal als Matchwinner feiern lassen konnte. Der VfB verpasste es damit einmal mehr, sich für die eigene Leistung entsprechend mit Punkten zu belohnen. Ein gefühlter Dauerzustand, der sich beinahe wie ein roter Faden durch die gesamte Saison hindurchzieht und der die Lila-Weißen in Summe nun schon satte neun Punkte gekostet hat.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, F. Wernicke – A. Lehnigk, C. Meyer, P. Fischer, F. Lehnigk, T. Piatkowski – A. Münch, S. Schneider

     VfB Klettwitz 1913      2      :      2      SV Grün-Weiß Lübben II    

Ein unterhaltsames Spiel mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten sahen die Zuschauer im Stadion am Windpark. Bereits frühzeitig sah zwar alles danach aus, als könnten die Gäste ihrer Favoritenrolle auch gerecht werden, denn die zuletzt so spielstarke Brandenburgliga-Reserve beherrschte schon beizeiten das Mittelfeld und bestimmte das Tempo fast nach Belieben. Auch in puncto Chancenverwertung zeigte sich der Gegner auf einem guten Level, so konnten die Grün-Weißen bereits ihre zweite Möglichkeit in der 10. Spielminute zum Führungstor nutzen. Allerdings sah die VfB-Abwehr beim 18-Meter-Flachschuss von Lübbens Top-Torjäger Martin Würfel auch alles andere als gut aus. Der Treffer gab Lübben weiter Auftrieb und es dauerte eine halbe Ewigkeit bis zum ersten richtigen Abschluss des VfB, den Toni Piatkowski aber freistehend vergab. Besser machten es da die Gäste nach gut einer halben Stunde, denn Andreas Kozur nagelte einen Freistoß zum etwas überraschenden 0:2 genau ins linke Kreuzeck. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der VfB nach guter Kombination zwischen Franz Lehnigk und Paul Fischer aber noch einmal Gelegenheit, wieder aufzuschließen, doch Toni Fiedler verzog letztlich. In der Pause hatte VfB-Trainer René Rohr sein Team noch einmal neu eingeschworen und der VfB zeigte nach dem Wechsel deutlich mehr Mut, während die Gäste das Spiel jetzt etwas laufen ließen und somit die absolute Kontrolle aus der Hand gaben. Fast folglich gelang den Klettwitzern nur sieben Minuten nach Wiederbeginn der Anschlusstreffer, als Sebastian Schneider, nach Vorarbeit von Marius Konczak, im Nachsetzen erfolgreich war. Die Lila-Weißen hatten nun Lunte gerochen, blieben auch weiterhin im Angriffsmodus und schafften es in der 63. Minute tatsächlich, das Spiel auszugleichen. Wegbereitend für den Treffer war ein gewonnener Zweikampf von Franz Lehnigk im Mittelfeld, der nach Ballgewinn sofort den schnellen Gegenangriff startete und mit gestochen scharfem Pass wiederum Sebastian Schneider bediente, der schließlich aus zwölf Metern sehenswert ins lange Eck vollendete. Nur zehn Minuten darauf hatte der VfB dann die große Chance, die Partie sogar komplett zu drehen. Toni Piatkowski spielte den Pass in den Lübbener Strafraum auf den startenden Sebastian Schneider, der allerdings von seinem Gegenspieler zunächst gehalten und schließlich auch noch am Fuß getroffen wurde, so dass es unweigerlich Elfmeter geben musste. Doch Lübbens Torwart Fabian Kopsch hatte die Ecke geahnt und konnte somit den halbhoch geschossenen Strafstoß von Franz Lehnigk parieren. Die Lila-Weißen waren gewillt, trotz des Fehlschusses weiter auf das Siegtor zu spielen, doch nach der intensiven Aufholjagd fehlte es den Klettwitzern gegen Spielende dann doch etwas an Kraft und Genauigkeit, um den gut organisierten Gegner noch in die Knie zu zwingen. Aufgrund einer beherzten zweiten Hälfte konnte man aber zumindest einen Teilerfolg erkämpfen.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, M. Konczak – S. Scholl (62. A. Lehnigk), C. Meyer, P. Fischer (69. A. Krahl), F. Lehnigk, T. Piatkowski – T. Fiedler, S. Schneider

     SV Calau            2       :       1             VfB Klettwitz 1913    

Auswärts hinkt der VfB weiter meilenweit den eigenen Ansprüchen hinterher. Am vergangenen Wochenende unterlagen die Lila-Weißen sogar beim Tabellenvorletzten SV Calau, der in den sieben Spielen zuvor keinen dreifachen Punktgewinn mehr feiern konnte und auf eigenem Rasen bislang noch gänzlich sieglos war. Dabei hatten die Klettwitzer über weite Strecken eigentlich eine recht solide Partie geboten und konnten zwischenzeitlich sogar eine Führung für sich beanspruchen. Nach kurzer Anlaufphase, in der sich beide Mannschaften erst einmal an den jeweiligen Gegner herantasteten, waren es zunächst auch die Gäste, die den direkten Weg zum Erfolg suchten. So war David Prasse in Minute zehn schon der kompletten Calauer Abwehr entwischt und im Alleingang zum gegnerischen Tor unterwegs, als ihm ein zurückgeeilter Verteidiger so gerade noch den Ball ablaufen und somit das fast sichere 0:1 verhindern konnte. Nur eine Minute darauf gelang es den Klettwitzern dann aber, die Führung im Spiel zu übernehmen. Wiederum behauptete David Prasse auf links das Leder stark und steckte das Spielgerät anschließend schön auf Marius Konczak durch, der mit einem ansatzlosen Flachschuss ins kurze Eck dem Keeper keine Abwehrchance ließ. Calau wurde im Bemühen um Torchancen nun etwas offensiver, doch die Lila-Weißen gaben der Heimelf durch geschicktes Verschieben wenig Gelegenheit, effektiv abzuschließen und wenn der Ball doch einmal durch die Abwehrkette hindurch kam, waren zumeist Michael Noack oder Erik Blomberg zur Stelle und die Gefahr war gebannt. Zudem gelang es den Klettwitzern immer wieder gut, schnell in den Gegenangriff umzuschalten. Vor allem Jonas Peschel und Sebastian Schneider sorgten mit ihrer Agilität auf den Außenbahnen immer wieder dafür, dass sich den Gästen entsprechende Räume öffneten und man auch weiterhin zu passablen Torabschlüssen kam. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs ging dem VfB die bis dato vorhandene Stabilität in der Defensive etwas verloren, so dass Calau über einen längeren Zeitraum hinweg Druck aufbauen konnte, während die Lila-Weißen es in dieser Phase nicht schafften, den Ball kontrolliert aus der Gefahrenzone zu bringen. So war das Ausgleichstor von Philipp Stolarski nach einem Fehler im Abwehrzentrum die fast schon logische Konsequenz. Es dauerte bis nach der Pause, ehe der VfB wieder in Tritt kam und durch Andy Münch die erste Möglichkeit nach Seitenwechsel hatte. Doch sein Versuch strich ebenso knapp am Kasten vorbei, wie der von Marius Konczak kurz darauf. Auch in der Folge ging bei den Lila-Weißen im Mittelfeld deutlich mehr zusammen und man erspielte sich so sukzessive Chancen. Aber selbst beste Versuche, wie der Freistoß von Jonas Peschel aus zentraler Position, den Calaus Torwart nur unzureichend entschärfen konnte, sowie der Nachschuss von Andy Münch, der aus kurzer Entfernung ebenfalls am gut reagierenden Schlussmann scheiterte, oder aber der darauffolgende Schuss von Sebastian Schneider fanden nicht den Weg ins Tor. Zumindest auf ein Remis konnte der VfB aber zurecht zuversichtlich sein, erst recht als Calaus Tobias Künzel in der Schlussminute nach wiederholter Motzerei in Richtung des Unparteiischen mit gelb-roter Karte vom Feld musste. Zugegebenermaßen eine Entscheidung, die schon seit gut 25 Minuten überfällig erschien. Schließlich sorgte der Schiedsrichter mit einer durchaus fragwürdigen Konzessionsentscheidung dann aber doch noch für lange Gesichter bei den Lila-Weißen, denn Philipp Stolarski verwandelte den verhängten Foulstrafstoß in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:1-Heimsieg. Die Klettwitzer mussten sich beim Abpfiff somit zum zweiten Mal um den Lohn ihrer Mühen betrogen sehen, so hatten sich die Calauer bereits im Hinspiel durch den Einsatz eines nicht spielberechtigten Akteurs illegal einen Vorteil verschafft. Aber jammern nützt im Nachhinein gar nichts. Wer solch hochkarätige Chancen wie in Hälfte zwei nicht nutzen kann, muss am Ende eben auch ein derartiges Endresultat schlucken. Bleibt lediglich die Hoffnung auf eine Trotzreaktion im nächsten Spiel gegen Lübben.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, M. Konczak – C. Meyer (62. A. Lehnigk), T. Piatkowski, J. Peschel, F. Wernicke, S. Schneider – A. Münch, D. Prasse (57. P. Fischer)

     VfB Klettwitz 1913          1       :       0          Meuroer SV     
 

Das Tor im Video

Das im Vorfeld zum Kellerduell hochstilisierte Gemeindederby lieferte den Zuschauern im Stadion am Windpark einen echten Abstiegskrimi. Dabei übernahmen die Klettwitzer von der ersten Minute an die Initiative im Mittelfeld und hatten bereits in der Anfangsphase durch Toni Piatkowski und Franz Lehnigk erste gute Einschussgelegenheiten. Derweil kämpften die Gäste in der Defensive verbissen um jeden Ball, konnten den Lila-Weißen immer wieder erfolgreich die Kugel streitig machen und wenn der VfB sich doch einmal bis zum Abschluss kombinierte, dann warf sich MSV-Keeper Enrico Jurischka heldenhaft entgegen und avancierte mit seinen Paraden gegen Franz Lehnigk, Paul Fischer und später auch gegen Sebastian Schneider schon frühzeitig zum Mann des Spiels. Zumindest gegen Ende von Hälfte eins suchte dann auch Meuro mal den schnellen Weg zum gegnerischen Tor und Stephan Wendt hätte mit einem Treffer kurz vor der Pause den Spielverlauf regelrecht auf den Kopf stellen können, wäre er nicht vom Schiedsrichter zurückgepfiffen worden. Somit ging es torlos in die Kabinen. Nach Seitenwechsel brauchten die Klettwitzer erst einmal ein paar Minuten, um wieder bedingungslos in den Vorwärtsgang zu schalten, doch spätestens mit der Einwechslung von Christian Most standen die Zeichen dann erneut auf Sturm. So eröffnete sich dem VfB nach einer knappen Stunde sogleich eine Doppelchance, bei der zunächst Most und kurz darauf auch Michael Noack die Führung denkbar knapp verpassten. In der Folge haderten die Klettwitzer gegen eine clever agierende MSV-Abwehr mit der eigenen Chancenverwertung und so musste Franz Lehnigk, nachdem er eine Abseitsentscheidung lauthals kritisiert hatte, in der 69. Minute mit der Ampelkarte vorzeitig das Feld verlassen. Doch gerade in dieser schwierigen Situation gingen die Heimischen noch einmal volles Risiko und es gelang ihnen doch noch irgendwie, den bis dato stabilen Abwehrriegel des MSV zu knacken. Bezeichnenderweise war es eine Co-Produktion zweier nomineller Verteidiger, die letztlich das Führungstor in Minute 74 erzwang. Alexander Krahl spielte dabei zunächst einen Freistoß nahe der Seitenlinie kurz auf Michael Noack, der sich mit einer schnellen Drehung gekonnt seines direkten Gegenspielers entledigte und sich anschließend mit einem kraftvollen Antritt in exzellente Schussposition brachte, um schließlich den Ball aus gut 17 Metern Torentfernung präzise im linken Eck zu versenken. Es schien fast so, als hätten sich die Klettwitzer buchstäblich mit dem allerletzten Tropfen Sprit so gerade noch über die Ziellinie retten können, denn in den Schlussminuten schwanden die Kräfte der in Unterzahl agierenden Lila-Weißen zusehends und Meuro setzte nun noch einmal zur Schlussoffensive an. So hielt die Spannung bis hinein in die Nachspielzeit, in der die Meuroer tatsächlich noch die große Ausgleichschance bekamen. Letztlich gelang es ihnen aber nicht mehr, das Leder auch nur irgendwie auf den Klettwitzer Kasten zu bringen, was die Probleme der schwächsten Offensive der Liga noch einmal deutlich zutage förderte. So verbuchten die Klettwitzer am Ende einen jederzeit verdienten Arbeitssieg gegen stark verteidigende Gäste, deren offensive Mittel jedoch zu stark limitiert erscheinen, um das Wunder vom Klassenverbleib doch noch realisieren zu können.

VfB: E. Blomberg – M. Kromer, M. Noack, A. Krahl – S. Scholl, A. Lehnigk (51. C. Most), P. Fischer, F. Lehnigk, T. Piatkowski – S. Schneider, A. Münch

     SV Wudritz Ragow          3       :       1          VfB Klettwitz 1913    

Bei Regen und teils stürmischem Wind hatten beide Teams im ersten Spiel nach der Winterpause einen schweren Stand. Der VfB ging gegen die beste Abwehr der Liga erst einmal selbst kompakt defensiv ins Spiel, mit dem frühen 1:0 in der dritten Spielminute war die taktische Marschroute aber schon beizeiten komplett über den Haufen geworfen. Dabei resultierte der Gegentreffer aus einer Mischung aus Pech und Unvermögen. Zunächst einmal konnten die Klettwitzer die Flanke von Kapitän Matthias Philipp nicht verhindern. Marius Konczak köpfte den Ball anschließend zwar wieder aus dem eigenen Strafraum allerdings keinesfalls aus der Gefahrenzone heraus, dafür aber genau auf den Fuß eines Gegners, der die Kugel postwendend wieder vor der VfB-Kasten beförderte, was sich quasi als perfekte Steilvorlage für Patrick Marx erwies, der daraufhin lässig einschob. Danach blieben die Gastgeber weiterhin gefährlich im Spiel und VfB-Keeper Erik Blomberg musste zweimal sein ganzes Können aufbieten. Erst nach gut zwanzig Minuten konnte der VfB offensiv etwas dagegen setzen, doch Paul Fischer vergab ebenso wie kurz darauf Jonas Peschel. Dabei war dessen Gelegenheit exzellent herausgespielt, denn Marius Konczak verlagerte das Spielgerät erst einmal per Flanke auf die gegenüberliegende Seite und Paul Fischer sorgte mit seiner Kopfballverlängerung dafür, dass Sebastian Schneider ausreichend Zeit zur Flanke hatte, um Jonas Peschel im Zentrum hervorragend aufzulegen, doch Ragows Keeper vereitelte letztlich zur Ecke. In der 35. Minute kam der Gastgeber dann aber zum 2:0. Nach einer Ecke gelang es dem VfB nicht, die Situation ausreichend zu bereinigen, so dass der Gegner sofort wieder den Abschluss aus der zweiten Reihe suchte. Die Gäste konnten den Schuss zwar entschärfen, doch der Ball prallte dabei nur leicht zur Seite ab, so dass Paul Scharlow gezielt nachsetzte und die Kugel aus kurzer Entfernung geradewegs unter die Querlatte knallte. In der Folge tauchten die Lila-Weißen fast gänzlich ab und hatten Mühe, den Rückstand bis zur Pause im Rahmen zu halten. Zu Beginn des zweiten Durchgangs stellten die Klettwitzer um, wollten somit mehr Präsenz in der Offensive erwirken, doch erneut mussten die Klettwitzer einen frühen Gegentreffer hinnehmen. Patrick Marx nahm das Anspiel von Sebastian Reinhardt zum Anlass, ein Solo über die linke Seite zu starten und weil er dabei von den Klettwitzern nicht energisch genug gestört wurde, konnte er letztendlich per Flachschuss zum vorentscheidenden 3:0 ins kurze Eck einnetzen. In der Folge machte die VfB-Defensive, nicht zuletzt auch durch die Hereinnahme von Routinier Marcel Kromer, einen stabileren Eindruck. Dies war aber auch zweifelsohne der Tatsache geschuldet, dass die Heimelf jetzt nicht mehr so zielstrebig spielte und sich weitgehend darauf verlegte, das Ergebnis zu verwalten. So konnte der VfB jetzt die Initiative im Mittelfeld an sich reißen. Eine schnelle Freistoßausführung der Klettwitzer brachte dann auch Sebastian Schneider im gegnerischen Strafraum an den Ball und nach einem Foulspiel der in dieser Szene äußerst schläfrigen Ragower Defensive, konnte Franz Lehnigk vom Punkt aus verkürzen. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken versuchten die Lila-Weißen in der verbleibenden Spielzeit weiter heranzukommen, doch trotz einiger guter Ansätze blieb an diesem Tag im Offensivspiel einfach zu vieles Stückwerk, so dass der VfB, der auch weiterhin auf den ersten Sieg gegen Ragow warten muss, noch Entwicklungspotential für die anstehenden wichtigen Spiele hat.

VfB: E. Blomberg – M. Konczak, F. Wernicke, M. Noack, C. Meyer (60. T. Piatkowski), S. Schneider – S. Scholl (46. M. Kromer), J. Peschel, F. Lehnigk, P. Fischer – A. Münch

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