VfB Klettwitz 1913               3     :     1               TSV Missen         

Das 3:1 im Video

Das Nachholspiel zwischen dem VfB und dem TSV am Ostersamstag bot zugegebenermaßen über weite Strecken mehr Krampf als gepflegten Rasensport, dafür blieb zumindest der Ausgang der Partie aber lange offen. Die Lila-Weißen starteten dabei recht forsch in ihren Osterspaziergang und konnten bereits nach acht gespielten Minuten mit der Führung aufwarten. Wieder einmal war es Julian Schenk, der diesmal aus halblinker Position gekonnt per Flachschuss ins kurze Eck einnetzte und damit die finale Ablage von Marius Konczak veredelte. Missen versuchte in der Folge immer wieder den jungen Jonas Schramke in Szene zu setzen, beziehungsweise über Standards offensiv Präsenz zu zeigen. Doch die Partie verflachte gegen Mitte von Hälfte eins zusehends, weil sich die 22 Akteure nun eher darauf verlegten, mit den Entscheidungen des Referees zu hadern, worunter natürlich die Konzentration und damit auch die fußballerische Qualität arg litt. Einfache Fehler und ständige Ballverluste ließen bis zur Pause daher kaum mehr Torgefahr aufkommen. Beste Gelegenheiten hatten da noch am ehesten Julian Schenk, der die Kugel jedoch über den Kasten jagte sowie auf der Gegenseite Marco Hertrampf, dessen Schuss von Erik Blomberg jedoch sicher zur Ecke gefaustet wurde. Nach Wiederbeginn hätte Julian Schenk sogleich für das 2:0 und damit schon für die Vorentscheidung sorgen müssen, doch frei vor dem gegnerischen Tor blieb ihm wohl zu viel Zeit zum Überlegen, so dass er das Kunststück fertig brachte, den gegnerischen Keeper noch irgendwie anzuschießen. Auch den Gästen war danach klar, dass sie wieder mehr entgegensetzen müssen und so probierten sie es umgehend mit dem direkten Pass in die Spitze, aber VfB-Schlussmann Blomberg erkannte die prekäre Situation gerade noch rechtzeitig und konnte durch gutes Herauslaufen den Schussversuch des TSV abblocken. Die Partie nahm nun Fahrt auf, wurde zugleich aber auch merklich hitziger. So provozierte Missens Torhüter in der 59. Minute die Ampelkarte gegen den bereits vorbelasteten Franz Lehnigk, doch gleichzeitig musste auch TSV-Spieler Tony Faden aufgrund seiner Wortwahl vorzeitig vom Feld, während der eigentliche Verursacher zum Unmut des Klettwitzer Publikums ungestraft davon kam. Nach diesem Aufreger schienen die Gäste nun Oberwasser zu bekommen, denn sofort genoss Abwehrchef Alexander Bronk mehr Freiheiten und hatte gleich eine erste ernstzunehmende Kopfballchance. Allerdings riskierte der TSV in dieser Phase wohl zu viel, denn die Lila-Weißen konterten über den blitzschnellen Michael Noack, der letztlich nur noch per Notbremse vom Gäste-Keeper zu stoppen war, was den nächsten Feldverweis zur Folge hatte. Doch der VfB konnte aus der Überzahl vorerst mal kein Kapital schlagen. Die Gäste agierten derweil so, als hätten sie nichts mehr zu verlieren und bekamen nach einem minimalen Kontakt prompt einen Elfmeter, den Torjäger Michael Kupsch jedoch fahrlässig übers Tor ballerte. Aber selbst das brachte den Gegner des VfB nicht zum Verzweifeln und so kamen die Gäste ganze vier Minuten später doch noch irgendwie zum ersehnten Ausgleich. Ausgangspunkt zum Treffer war ein langer Flugball von Karsten Handro, den Florian Wernicke volley klären wollte, dabei den Ball aber gänzlich verpasste, so dass der durchgestartete Michael Kupsch mit all seiner Routine clever einschob. Doch der VfB war nicht etwa geknickt, sondern schlug schon in der darauffolgenden Minute zurück. Benito Nolte bereitete für Julian Schenk vor, der mit sattem Schuss zum 2:1 vollendete. Die Klettwitzer wollten nun auch die endgültige Entscheidung herbeiführen, doch es dauerte trotz mehrerer guter Angriffe bis zur vorletzten Minute, ehe sie ihre treuen Fans schließlich erlösten. Auch hier erwies sich ein langer Flankenball von Andy Lehnigk als probates Mittel gegen die mittlerweile hoch stehende TSV-Abwehr und Julian Schenk stellte mit seinem dritten Treffer den Sieg des VfB endgültig sicher.

VfB: E. Blomberg – O. Herz (78. T. Brüllke), M. Konczak, F. Wernicke, M. Noack – A. Lehnigk, F. Lehnigk, B. Nolte (84. S. Schneider), A. Münch (68. D. Prasse), P. Fischer – J. Schenk

   
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