* KREISLIGA OST * 25. SPIELTAG 2017/18: Tag des offenen Scheunentores

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     FSV Empor Hörlitz               5     :     5               VfB Klettwitz 1913    

Das 0:1 im Video

Der Treffer zum 4:4-Ausgleich im Video

Mit einem rekordverdächtigen 5:5 endete der letzte Auswärtsauftritt der Lila-Weißen in dieser Saison, so dass nach dem Abpfiff einzig allein die Zuschauer mit der Toreflut zufrieden sein konnten, während sich beide Teams zurecht über zwei verpasste Punkte ärgern durften. Bei sengender Hitze roch die erste Viertelstunde schon stark nach klassischem Sommerfußball, bevor dann doch noch reichlich Dynamik in die Veranstaltung kam. Ein simpler aber effektiver Freistoßtrick war in Minute 18 der Türöffner zum 0:1, denn die Hörlitzer rechneten fest damit, dass Christian Most auf direktem Weg das Tor von Tim Schulze anvisieren würde und waren deshalb überhaupt nicht auf eine etwaige Variante vorbereitet. Doch diesmal spielte der gefährlichste Standardschütze in Reihen der Lila-Weißen den Ball einfach mal flach durch die Gasse zu Andreas Münch, der schließlich ganz cool einschob. Mit dem 0:2 kurz darauf schienen die Klettwitzer dann bereits früh auf die Siegerstraße zu gelangen, allerdings erleichterte die dilettantische Abseitsfalle von Empor den Gästen auch erheblich die Arbeit und Julian Schenk war somit Nutznießer von Andy Lehnigks Vorarbeit. Der VfB kontrollierte in der Folge zwar weiterhin das Mittelfeld, zeigte sich jedoch in der Defensive wieder einmal viel zu sorglos. Nach etwa einer halben Stunde verkürzte der Tabellenletzte zunächst auf 1:2, als Danny Krüger nach einer Freistoßflanke von Paul Cramer präzise einköpfte. Ein total ärgerlicher Gegentreffer, zumal der FSV urplötzlich wieder Morgenluft witterte und schließlich sogar noch dafür sorgte, dass es mit einem ausgeglichenen Spielstand in die Pause ging. Diesmal ließen sich die Klettwitzer nach einem eigenen Eckball gnadenlos auskontern und der Hörlitzer Torjäger Marcel Berndt ließ Erik Blomberg keine Abwehrchance. Nach Seitenwechsel agierte der VfB dann erst einmal deutlich zu passiv und gestattete den Hörlitzern nach 50 Minuten die erstmalige Führung im Spiel. Dabei war es fast schon symptomatisch, dass Torschütze Marcel Berndt sich in dieser Situation im Alleingang gegen gleich drei VfB-Spieler behauptete und mit knallhartem Schuss vollendete. Mit der Führung im Rücken war Hörlitz nun mehr auf Sicherheit bedacht und der VfB übernahm wieder die Initiative, was schon vier Minuten später mit dem 3:3 belohnt wurde. Eine Ecke von Franz Lehnigk stiftete reichlich Verwirrung im Hörlitzer Strafraum und Sebastian Schneider netzte ein. Aber die Heimelf steckte auch diesen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in beachtlicher Art und Weise weg, suchte wieder die Flucht nach vorn und konnte schließlich einen Strafstoß erwirken, den Ronny Krüger zum zwischenzeitlichen 4:3 verwandelte. Abermals kamen die Lila-Weißen dann nach einem Eckball zum Ausgleich, wobei Franz Lehnigk die Kugel diesmal nur kurz auf Christian Most ablegte, der sofort den Weg zur Grundlinie suchte und per Eingabe Sebastian Schneider im Rückraum fand. Acht Minuten vor Schluss legten die Klettwitzer dann sogar noch einmal nach und drehten die Partie erneut, weil Michael Noack plötzlich zu einem seiner gefürchteten Sprints über die Außenbahn ansetzte, dabei bis in den gegnerischen Strafraum gelangte und den Ball im Abschluss auch noch irgendwie an Torwart Schulze vorbeibrachte. Dennoch sollte es nicht für einen weiteren Auswärtssieg reichen, da der womöglich entscheidende Treffer von Julian Schenk in der darauffolgenden Minute fälschlicherweise nicht anerkannt wurde und eben auch, weil Marcel Berndt in der 85. Minute einen vors Klettwitzer Tor getretenen Freistoß per Kopf in die Maschen verlängerte.

VfB: E. Blomberg – M. Konczak, A. Lehnigk, F. Wernicke, M. Noack – F. Lehnigk, C. Most (78. C. Meyer), B. Nolte, A. Münch (46. P. Fischer), S. Schneider (90. O. Herz) – J. Schenk

   
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