SG Grün-Weiß Groß Beuchow     4     :     0     VfB Klettwitz 1913    

Die favorisierten Gastgeber starteten mit leichten Spielvorteilen, doch früh war zu erkennen, dass der VfB wirksam dagegenhalten wollte und auch taktisch gut auf den Gegner eingestellt war. Die Lila-Weißen standen dabei zunächst kompakt, überzeugten durch gutes Verschieben und boten dem Gegner kaum Räume, so dass dieser anfangs bestenfalls Halbchancen hatte. In der 12. Minute besaßen die Klettwitzer dann sogar die erste große Möglichkeit des Spiels und womöglich hätte die Partie für die Lila-Weißen einen angenehmeren Verlauf genommen, wenn Julian Schenk den Zuckerpass von Christian Most mit einem Tor hätte krönen können. Doch der sonst so eiskalte Stürmer scheiterte im Abschluss an Torwart Martin Mewes, der den Schuss reflexartig parierte. Nach gut zwanzig Minuten schlichen sich in der Defensive der Klettwitzer allerdings erste Unachtsamkeiten ein und prompt führte der erste richtige Spielzug der Heimischen zum Torerfolg, weil die Lila-Weißen weder Passgeber Maik Grünwald wirkungsvoll attackierten noch den Passweg durch die Mitte entsprechend zustellten und keiner sich für den späteren Torschützen Stefan Müller zuständig fühlte, so dass dieser mit kompromisslosem Abschluss seine Farben in Führung brachte. Das Gegentor entpuppte sich zudem als echter Wirkungstreffer für die Lila-Weißen, denn urplötzlich war die Ordnung der Anfangsphase völlig dahin, die Klettwitzer machten viele einfache Fehler und nach vorn ging in dieser Phase so gut wie gar nichts mehr. Dabei hatten die Gäste noch Glück, dass auch Groß Beuchow offensichtlich nicht seinen besten Tag erwischt hatte und die letzte Konsequenz im Spiel vermissen ließ. Einmal trafen die Hausherren vor der Pause aber dennoch, als Maik Grünwald aus abseitsverdächtiger Position den Ball im Kasten von Erik Blomberg versenkte und während die Klettwitzer noch reklamierten und vergeblich auf das Fahnenzeichen des Assistenten warteten, spielten die Grün-Weißen einfach weiter und durften am Ende jubeln. Auch nach Wiederbeginn sahen die Zuschauer die Spreewälder zunächst im Vorwärtsgang, doch ebbte deren Offensivdrang nach etwa einer Stunde Spielzeit dann ab und der VfB kam nun wieder besser zum Zug. Jedoch konnte Julian Schenk dabei nicht wie gewünscht eingesetzt werden, so dass es trotz großen Engagements bis zur 70. Minute dauerte, ehe die Lila-Weißen das 1:2 auf dem Fuß hatten. Ausgerechnet der Beuchower Paul Voß bereitete mit einem katastrophalen Fehlpass direkt in die Beine des gut spekulierenden Julian Schenk die Aktion vor, doch der Klettwitzer legte sich die Kugel dabei etwas zu weit nach außen, so dass der Winkel letztlich zu spitz wurde und das Leder ans Außennetz klatschte. Gerade als die Gäste neuen Mut gefasst hatten und drauf und dran waren das Spiel hier noch einmal spannend zu machen, folgte der abrupte Rückschlag. Der Unparteiische hatte wohl Sorge, dass der Meisterschaftsanwärter aus dem Spreewald im Falle eines Anschlusstreffers noch mal ins Wanken geraten könnte und so schickte er den bereits verwarnten Sebastian Schneider nach einem minimalen Kontakt mit der Ampelkarte vom Feld. Die Klettwitzer gingen in Unterzahl jetzt volles Risiko, um den buchstäblich letzten Strohhalm auf einen Punktgewinn noch zu ergreifen. Somit war es praktisch nur eine Frage der Zeit, bis die Gastgeber eine ihrer zahlreichen Konterchancen zur Spielentscheidung verwerten würden und so nutzten die Grün-Weißen in der 83. Minute schließlich den Freiraum entsprechend aus und hatten im Abschluss nun auch das nötige Fortune, dass Ronny Zech nach Ablage von Maik Grünwald den Ball irgendwie an Blomberg vorbei über die Linie brachte. Ronny Zech setzte zwei Minuten vor Ultimo mit dem 4:0 dann auch den Schlusspunkt unter die Partie und verteidigte mit seinem 16. Saisontreffer Platz zwei in der Torschützenliste, jedoch weiter mit beträchtlichem Rückstand auf den diesmal glücklosen Julian Schenk.

VfB: E. Blomberg – M. Konczak, F. Wernicke, T. Brüllke (46. P. Fischer) – A. Lehnigk, C. Meyer, M. Noack, F. Lehnigk, C. Most, S. Schneider – J. Schenk

   
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