>> KREISLIGA OST, 18. Spieltag 2016/17: Bolzerei in Lubolz

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    SV Blau-Weiß Lubolz vs. VfB Klettwitz 1913 1:0 (0:0)

 

Mit der Erfolgsserie der letzten Spiele im Rücken reisten die Lila-Weißen mit breiter Brust zum Auswärtsspiel nach Lubolz. Dort taten sich beide Mannschaften allerdings sehr schwer, ins Spiel zu kommen und die Zuschauer sahen mehr Fehler im Spielaufbau, als gelungene Aktionen und flüssigen Kombinationsfußball. Aufgrund dessen versuchten die Teams erst einmal nur aus größerer Entfernung den Abschluss, was aber teilweise in ziemlicher Bolzerei ausartete. Fast eine halbe Stunde war bereits verstrichen, ehe den Klettwitzern ein erster guter Spielzug glückte. Tommy Gröbe passte auf Benito Nolte, der mal auf die rechte Außenbahn ausgewichen war, und dessen anschließende Flanke fand dann wieder Tommy Gröbe im Zentrum, der bei seinem Kopfball jedoch nicht genug Druck hinter den Ball bekam, um den Lubolzer Torwart zu überwinden. Die Gäste konnten nun mehr Akzente setzen. Erst verzog Christian Most aus spitzem Winkel, dann schlenzte Benito Nolte die Kugel etwas überhastet übers Tor, ehe David Prasse sich an der gut arbeitenden gegnerischen Verteidigung festrannte. Die Blau-Weißen hatten in dieser Phase praktisch gar nichts mehr dargeboten, doch ein schnell gespielter Angriff und ein Foul von Tommy Gröbe an Kevin Heinze im Strafraum bot in der Nachspielzeit die Möglichkeit zur Führung vom Elfmeterpunkt. Schütze Holger Braschwitz spekulierte wohl auf eine frühe Bewegung des VfB-Keepers, aber Martin Brundtke blieb lange stehen und konnte den eher schlecht platzierten Strafstoß schließlich parieren, so dass es torlos in die Pause ging. Hatte der VfB gegen Ende der ersten Hälfte den Rückstand so gerade noch vermeiden können, so zeigte sich einmal mehr die mangelnde Präsenz nach Wiederbeginn. Wie schon in Missen und Calau dauerte es keine drei Minuten bis zum Treffer der Gastgeber, der diesmal allerdings auch etwas kurios fiel. Florian Mietusch versuchte es erneut mit einem Weitschuss und hatte diesmal Glück, dass sich der Ball über Brundtke hinweg ins Netz senkte. Kurz darauf ging nach einem satten Gesichtstreffer dann auch noch der Schiedsrichter K.o. und die Partie war für mehrere Minuten unterbrochen. Danach den ohnehin kaum vorhandenen Spielfluss wiederzufinden, gestaltete sich alles andere als einfach, zumal die Gastgeber nach der Führung nicht mehr allzu sehr an flottem Tempo interessiert waren. Trotzdem hatte der VfB in der 62. Minute mit einer Doppelchance die Ausgleichsmöglichkeit, als Chris Meyer den durchstartenden David Prasse bediente, der aber aus fünf Metern an Keeper René Betzold scheiterte und der Nachschuss von Paul Fischer dann am Pfosten landete. Lubolz spielte nun mehr und mehr auf Zeit und die Lila-Weißen schafften es nicht, entsprechenden Druck auf den Gegner auszuüben. Mit der Einwechslung von Max Goszczak wollte man noch einmal das Flügelspiel gefährlicher machen, die beste Torchance hatte aber noch Christian Most mit einem direkten Freistoß, den der Keeper kompromisslos mit der Faust entschärfte. Auf der anderen Seite boten sich jetzt natürlich auch Räume zum Kontern. Marius Konczak konnte gegen Holger Braschwitz einmal gut klären, einmal verzog Lubolz' Torjäger Heinze aus spitzem Winkel, bevor dieser kurz darauf dann mit Gelb-Rot vom Feld musste. Es lief bereits die siebente Minute der Nachspielzeit, was durch die lange Unterbrechung auch gerechtfertigt war, und alle wussten, dass es womöglich nur noch eine Chance geben würde. Nach einem Ballverlust lief dann aber schon wieder der Konter der Heimmannschaft und Tommy Gröbe konnte gerade eben noch blocken, bevor er selbst von hinten gefoult wurde. Anstatt der roten Karte gab es für den Lubolzer Übeltäter jedoch nur Gelb, während sich Chris Meyer nach dem anschließenden Gerangel selbst den roten Karton einhandelte. Danach war Schluss und die Serie des VfB ist gerissen, weil den Lila-Weißen diesmal kein Treffer gelang.

VfB: M. Brundtke – M. Kromer, M. Konczak, T. Gröbe – C. Meyer, C. Most, P. Fischer, B. Nolte, N. Voigt (84. D. Richter) – D. Prasse (69. M. Goszczak), F. Lehnigk

   
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